
Während Finn weiterhin um sein Leben kämpft, diskutiert die Schweiz in den Kommentarspalten zahlreicher Medien über den Polizeieinsatz: «Ich weiss ja nicht wirklich, ob dieser Schuss sein musste», schreibt beispielsweise ein Leser im Talkback von 20 Minuten Online. Und er ist nicht alleine mit dieser Meinung: Zahlreiche Leser fragen sich, warum es keinen Warnschuss gab oder die Polizei nicht mit Betäubungsmunition oder Gummischrot schoss. «Es hätte den Bären bestimmt abgelenkt, ohne ihn in Todesgefahr zu bringen», ist man in den Kommentaren überzeugt.
Tatsächlich gelang es 1998 dem Tierpfleger Hansueli Blatter, einen betrunkenen Mann aus dem Bärengraben zu retten, ohne dass die Bärin Selma verletzt wurde. Der Bärenwärter war geistesgegenwärtig nach unten in die Stallungen gerannt und «hämmerte wild an das Gitter der Bärenhöhle», wie das Opfer damals die dramatischen Augenblicke beschrieb. Für die Bärin sei der Lärm so ungewohnt gewesen, dass sie von ihrem Opfer abliess und der Mann gerettet war.
«Der Mann hätte in der Zwischzeit tot sein können»
Dennoch gibt es für den Bärenpark-Direktor Bernd Schildger keine Zweifel: «Der Polizist hat absolut richtig reagiert.» Das Sicherheitskonzept des Bärenparkes sehe einen gezielten Schuss vor, wenn der Bär einen Menschen geschnappt hat. «Ein Warnschuss hätte den Bären noch mehr reizen können», so Schildger. Auch der Einsatz von Narkosemittel sei nicht möglich gewesen, weil der Bär bereits am Mann gewesen sei. Das Mittel hätte erst nach vier bis zehn Minuten gewirkt. «In dieser Zeit hätte der Bär den Mann töten können», erklärte Schildger. Diese Meinung vertritt auch Peter Schlupp vom Schweizer Tierschutz STS. Ein Warnschuss wäre eine Alternative gewesen, wenn der Bär nicht in Angriffsdistanz gewesen wäre. «Sonst war es die einzig richtige Entscheidung, so traurig es für den Bären ist.»
Der Schuss aus der MP war Routinevorgehen
Das Vorgehen des Polizisten nimmt auch der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause in Schutz: «Die Gegebenheiten für einen Warnschuss sind zu risikoreich gewesen», findet Nause. Einerseits seien zahlreiche Besucher anwesend gewesen. Anderseits sei direkt über der Anlage auch die Anflugschneise des Flughafen Bern-Belp. «Ein verirrter Warnschuss wäre gefährlicher gewesen, als der gezielte Schuss auf den Bären.»
Gemäss Nause gibt es auch keine Absicht, das Sicherheitskonzept des Bärenparkes zu verändern. «Wir warten natürlich das Resultat der polizeilichen Ermittlungen ab, wir rechnen aber nicht damit, dass wir grundlegende Veränderungen machen müssen», so Nause. Der Bärenpark sei sicherer als der alte Bärengraben und erfülle einen hohen Sicherheitsstandard.
Die Kantonspolizei Bern wollte sich zur Schussabgabe nicht äussern und verwies auf die Aussagen von Bärenpark-Direktor Schildger zu diesem Thema. Wie Sprecher Franz Märki gegenüber 20 Minuten Online sagte, sei ansonsten alles ein Routinevorgehen gewesen. Die Maschinenpistole sei immer mit Mannstoppmunition (siehe Infokasten) geladen, das gehöre genauso zur Grundausrüstung wie die Maschinenpistole selbst. Und auch der Schuss aus der MP sei die korrekte Wahl gewesen, weil sie präziser sei.
(amc)|
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Das Tier Immer sind es die Tiere die falsch zu handeln scheinen, obschon sie seit Jahrtausenden immer gleich handeln, nämlich nach ihrem Instinkt...Wir Menschen hingegen handeln mit unserem Verstand...wenn jedoch jemand nicht weiss, dass es gefährlich ist, zu einem Bären ins Gehege zu springen, um einen Plastiksack zu holen, ist sein Verstand soweit eingeschränkt, dass diese Person eine Aufsicht Benötigt....aber es sind ja immer die bösen Tiere schuld, wenn das Hirn des ach so unschuldigen Menschen ausschaltet..obwohl wir eigentlich die mit Verstand sein sollten!!! Doch dies ist fragwürdig..immer mehr! von: C.Hitz am: 10.12.2009 14:11 |
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Peinlich Ich schäme mich für die Schweiz in der Tierschützer Behinderte und Polizisten bedrohen. PS: Manstop erfüllt ziemlich genaue Kriterien: kontrolliertes aufpilzen auf Kalibergrösse um die Schussenergie im Angreifer abzugeben und Durchschüsse zu vermeiden. Die Gleichsetzung mi Hohlspitz / Dum-Dum ist eine Erfindung der Linken lieb zum Dieb Liga. Die wollen lieber auf die Polizei schimpfen wenn es dritte getroffen hat. von: Tom am: 29.11.2009 11:50 |
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Bären gehören in die Natur ! Und nicht als Schau in einem Stadt ! Wo ist die Freiheit des Tieres ? - Der Mann ist nicht schuldig - Der Polizist ist nicht schuldig - Der Initiator der Idee ( und Bärenpark in der Stadt als unsicheres Objekt für ein Wildtier ) einen Bär in die Stadt zu bringen als Schauobjekt ist schuldig ! von: E.Bähler am: 29.11.2009 09:59 |