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Betrunkene Jäger
23. August 2010 23:09; Akt: 23.08.2010 21:31 Print
Tierschutz fordert totales Alkoholverbot
von Bigna Silberschmidt/Nico Menzato - Der Tierschutz sagt Jägern, die mit Feldflaschen voller Schnaps durch die Wälder ziehen, den Kampf an. Indirekte Schützenhilfe bekommt er vom Berner Jagdverband.

Leiden vermeiden: Alkoholisierte Jäger schiessen Wildtiere möglicherweise nur an, anstatt sie zu töten. (Bild: Keystone)
«Wir wissen von Jagden, bei denen enorm viel getrunken wird – insbesondere Weisswein», so Mark Rissi, Sprecher des Schweizer Tierschutzes (STS). Bei betrunkenen Jägern bestehe die Gefahr, dass Tiere nicht sauber getroffen würden und daher schrecklich leiden müssten. Zudem bestehe auch eine Verletzungsgefahr für andere Personen. Rissi: «Der STS fordert deshalb eine Null-Promille-Grenze auf der Pirsch.» Das Verbot soll in die Revision der Eidg. Jagdverordnung einfliessen, die bald vom Bundesamt für Umwelt erarbeitet wird.
Von linker Seite zeichnet sich Unterstützung ab: «Es kann doch nicht sein, dass alkoholisierte Jäger Schäden am Wildtier anrichten», so SP-Nationalrätin Evi Allemann. Mindestens eine 0,5-Promille-Grenze wie im Strassenverkehr sei deshalb notwendig.
Die Alkoholproblematik scheint auch der Berner Jagdverband zu kennen: Er ruft seine Mitglieder in einer Verhaltensempfehlung dazu auf,
beim Trinken zurückhaltend zu sein. Verbandspräsident Lorenz Hess: «Es ist aber eine Falschmeinung, dass Jäger Alkoholprobleme haben.» Die Empfehlung soll nur zeigen, dass eine verantwortungsbewusste Jagd wichtig sei. Jagdinspektor Peter Juesy bestätigt: «Es gibt hier keinen Handlungsbedarf.» Anders sieht dies FDP-Grossrätin Marianne Staub: «Ich weiss von Wildhütern, dass während der Jagd oft ein Gläschen zu viel gehoben wird.»
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Alle 60 Kommentare




























Richtigstellung
Frau Staub sitzt nicht mehr im Grossen Rat, da sie nicht wiedergewählt wurde!
Im Kanton Genf funktionierts auch ohne..
...Jagd!!! Aber da unsere Jäger ja so grosse Tierliebhaber sind, müssen sie ja diese abschiessen, ob besoffen oder nicht...
Im Gegenteil !!
Hallo lieber Gegner der Jagd Auch in Genf geht es nicht ohne Jagd. Bitte informieren Sie sich richtig, bevor Sie einen Artikel verfassen. Der Kanton Genf erteilt jedes Jahr verschiedenen Jagdaufseher/Jäger einen gewissen Abschuss des Bestandes obwohl der Kanton Genf eigentlich sogenannt Jagd "frei" ist, nach draussen! Ach ja noch etwas, auch im Kanton Genf werden Wildtiere angefahren und unheilbar dem Schicksal überlasssen bis die Wildhüter/Jäger es vom leiden erlösen müssen. Ganz ohne Jagd geht es auch im Kanton Genf nicht, lieber Autor der Antie-Jagd!! Weidemannsgruss
Genf...
Ein einziger Kanton, Genf, kennt die Staatsjagd, welche ein Jagdrecht von Privatpersonen ausschließt. Hier wird die Jagd von staatlich besoldeten Wildhütern ausgeübt. Entstandene Wildschäden werden durch den Kanton und somit aus Steuergeldern beglichen. Ich bin informiert! Es ist wohl auch ein GROSSER Unterschied, Tiere die verletzt sind zu erlösen und Tiere abzuknallen die eigentlich gesund sind.
Alkohol im Bundeshaus
Ich als überzeugter Naturschützer und Jäger fordere ein Alkoholtest vor jeder Abstimmung im Bundeshaus :-)!! Hört sich auch nicht schlecht an oder liebe Politiker. Weidemannsgruss