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01. Februar 2006 00:38; Akt: 01.02.2006 00:39 Print
Junge SVP will Sprayer mit Kopfgeld bis 2000 Fr jagen
Die junge SVP macht Jagd auf Sprayer: Kopfgelder von bis zu 2000 Franken soll auf Vandalen ausgesetzt werden. Nichts als billiger Populismus, finden politische Gegner.
«Sprayereien und Vandalismus dürfen nicht länger als Kavaliersdelikte abgehandelt werden», sagt JSVP-Stadtrat und Grossratskandidat Erich Hess. Seine Idee: Auf Chaoten, die wiederholt Gebäude verunstalten, soll ein Kopfgeld zwischen 500 und 2000 Franken ausgesetzt werden. Bezahlen müssten dies aber weder Gemeinden noch Hauseigentümer. «Der Betrag des Kopfgeldes ist dem Täter
zusammen mit den Gerichtskosten vollumfänglich in Rechnung zu stellen», sagt Hess. «So manchen Sprayer dürfte dies wohl Kopf und Kragen kosten.»
«Das sind ja Methoden wie im Wilden Westen», nervt sich Juso-Stadtrat Beni Hirt. «Ein äusserst populistisches Mittel mit wenig Substanz – einfach ‹bireweich›.» Er könne sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass Jugendliche ihre Kollegen verraten würden. Ganz anders sieht dies allerdings Erich Hess: Ein Hotelier in Thun habe vor kurzem ein Kopfgeld auf Sprayer ausgesetzt. «Nur wenige Tage später wurde der Täter aus den eigenen
Reihen verpfiffen und ans Messer geliefert.»
Noch diese Woche will die Junge SVP zum Thema einen politischen Vorstoss im Stadtrat einreichen.
Raffaela Moresi

























