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Bern
18. März 2010 22:01; Akt: 19.03.2010 00:34 Print
Ausländer zur Einbürgerung auffordern
von Fabienne Wittwer - Es gab weniger Einbürgerungen im letzten Jahr: Deshalb soll die Stadt Bern jetzt aktiv für den Schweizer Pass werben.

Hofft auf mehr Einbürgerungen: Hasim Sancar mit seiner ID. (Bild: fw)
2008 waren es 554, im letzten Jahr nur noch 395: Die Zahl der Migranten, die sich in Bern einbürgern liessen, hat stark abgenommen. «Deshalb muss die Stadt jetzt aktiv Einbürgerungen fördern», findet Hasim Sancar vom Grünen Bündnis (GB). Ausländer, die alle Kriterien für den Erhalt des Schweizer Passes erfüllen, sollen in Zukunft von der Stadt Bern kontaktiert und zur Einbürgerung aufgefordert werden. Zudem soll die Stadt in der Öffentlichkeit für die Schweizer Staatsangehörigkeit werben, so die Forderung des GB im Vorstoss an den Gemeinderat. «Der finanzielle und administrative Aufwand wird nach der Einbürgerung für die Stadt wie auch für die Bürger kleiner», sagt Sancar. Noch wichtiger sei das Zugehörigkeitsgefühl, das einem der Pass gebe. «Migranten, die schon lange hier leben, können so besser integriert werden. Sie haben dann die Rechte und Pflichten eines Schweizer Bürgers», sagt Beat Zobrist, SP.
Die Idee stösst nicht überall auf Freude: «Migranten können sich selbst über eine Einbürgerung informieren. Druck von der Stadt wäre unnötig», so Simon Glauser von der SVP. Dieser Meinung ist auch FDP-Stadtrat Christoph Zimmerli: «Das ist ein Unsinn. Das Bürgerrecht muss doch nicht noch angepriesen werden.» Der Plan von Sancar sei nichts anderes als eine künstliche Senkung der Ausländerzahlen», so Erich Hess (JSVP).

























