
Im Media-Markt in Muri bleiben die Türen für den Berner Grossrat Roland Näf (SP) wohl künftig verschlossen: «Der Geschäftsführer hat mir höchstpersönlich Hausverbot erteilt, nachdem mich ein Angestellter wohl erkannt hat», so der Politiker. Näf glaubt zu wissen, weshalb er im Media-Markt nicht mehr erwünscht ist.
Der Berner Politiker hat gegen das Elektronikgeschäft Anzeige erstattet – weil Media-Markt das Gewaltgame «Stranglehold» verkauft. In dem Spiel muss der Zocker reihenweise Gegner in Stücke schiessen. Damit verstösst das Game laut Näf gegen das Gesetz, das «das Darstellen grausamer Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder Tiere» verbietet. Noch diesen Frühling wird ein Richter entscheiden, ob diese Regelung neben Filmen und Bildern auch für PC-Spiele gelten soll.
Beim Media-Markt ist man über Näfs Feldzug erstaunt. «Ich kann die Anzeige nicht verstehen», sagt Geschäftsführer Peter Schmid. Zum Hausverbot wollte Schmid keinen Kommentar abgeben.
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