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Attacke gegen Killer-Spiele

von Nina Jecker

Weil dort Killer-Games verkauft werden, hat der Berner Grossrat Roland Näf den Media-Markt in Muri angezeigt. Die Konsequenz: Der Politiker ist im Elektronikgeschäft offenbar nicht mehr erwünscht - er erhielt ein Hausverbot.

Roland Näf geht gegen den Verkauf von «Killer-Games» vor. (Bild: mar)
Roland Näf geht gegen den Verkauf von «Killer-Games» vor. (Bild: mar)
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Game-Verbot: Kein Personal
Die Anzeige gegen den Media-Markt Muri reicht dem Berner Grossrat im Kampf gegen Killerspiele noch lange nicht. In einem politischen Vorstoss fordert er zusätzlich, dass sich auch der Kanton Bern aktiv gegen die Brutalogames einsetzen soll. Der Regierungsrat sieht hier aber schwarz: «Wir haben zu wenige Leute, um intensiv gegen die Spiele vorzugehen», entgegnet Regierungsrat und Polizeidirektor Hans-Jürg Käser. Schliesslich müssten Beamte unter anderem die ganzen Games durchspielen, um zu beurteilen, auf welchen Levels es brutal wird.

Im Media-Markt in Muri bleiben die Türen für den Berner Grossrat Roland Näf (SP) wohl künftig verschlossen: «Der Geschäftsführer hat mir höchstpersönlich Hausverbot erteilt, nachdem mich ein Angestellter wohl erkannt hat», so der Politiker. Näf glaubt zu wissen, weshalb er im Media-Markt nicht mehr erwünscht ist.

Der Berner Politiker hat gegen das Elektronikgeschäft Anzeige erstattet – weil Media-Markt das Gewaltgame «Stranglehold» verkauft. In dem Spiel muss der Zocker reihenweise Gegner in Stücke schiessen. Damit verstösst das Game laut Näf gegen das Gesetz, das «das Darstellen grausamer Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder Tiere» verbietet. Noch diesen Frühling wird ein Richter entscheiden, ob diese Regelung neben Filmen und Bildern auch für PC-Spiele gelten soll.

Beim Media-Markt ist man über Näfs Feldzug erstaunt. «Ich kann die Anzeige nicht verstehen», sagt Geschäftsführer Peter Schmid. Zum Hausverbot wollte Schmid keinen Kommentar abgeben.

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