Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
13. November 2006 22:57; Akt: 13.11.2006 22:06 Print
Trotz Todesbiss: Leopard Rigo wird nicht eingeschläfert
Gnade für den Dählhölzli-Leoparden: Obwohl Rigo am Wochenende seine Partnerin getötet hat, darf er am Leben bleiben.
«Wir sind alle traurig und betroffen», sagt Bernd Schildger vom Dählhölzli. Das Unglück passierte am Samstag vor den Augen entsetzter Tierparkbesucher: Als die beiden Leoparden zusammengeführt wurden, stürzte sich Männchen Rigo auf seine Partnerin Saida und tötete sie innert Sekunden (20 Minuten berichtete). Rigo wurde danach narkotisiert und erholt sich jetzt langsam vom Dämmerschlaf.
Rigo darf weiterleben – warum er seine Partnerin tötete, wird abgeklärt. (sab)
Trotz der Attacke schliesst es Schildger aus, den Leoparden einzuschläfern. «Nun passiert erst mal gar nichts», so der Tierparkdirektor. «Dieser Vorfall bedeutet noch lange nicht, dass Rigo ein zweites Mal gleich reagieren würde.» Es ist deshalb möglich, dass das ungestüme Männchen erneut Gesellschaft erhalten wird. «Wir dürfen uns aber nicht zu Schnellschüssen verleiten lassen und wollen genau wissen, was da passiert ist.»
Auch Experten gibt Rigos Todesbiss Rätsel auf: «Das ist kein natürliches Verhalten», sagt Pierre Moisson vom Zoo Mülhausen. «Es kommt zwar vor, dass Leopardenmännchen ihre Jungen töten, aber nicht ihre Partnerinnen.» Moisson: «Eventuell könnte die Umplatzierung zu dieser Aggressivität geführt haben.» Bevor die neue Anlage fertig gestellt wurde, lebten die Tiere gemeinsam in einem kleineren Gehege.
Raffaela Moresi/Lorenz Hanselmann

























