04. November 2008 23:08; Akt: 04.11.2008 22:43 Print

Olten und Thun sagen der Taubenplage den Kampf anOlten und Thun sagen der Taubenplage den Kampf an

von Lorenz Hanselmann - Die Städte Thun und Olten verschärfen den Kampf gegen die Taubenplage. Uneins sind sie sich darüber, wie das Übel ausgerottet werden kann.

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«Die Taubenpopulation in Thun wächst immer weiter», sagt Gewerbeinspektor Reto Keller. Bis zu 1000 der Vögel flattern durch die Stadt. Mehr als 200 erträgt Thun aber nicht. Die Folge: Klagen von Hausbesitzern, denen der Vogeldreck die Hausfassaden zerfressen hat, häufen sich.

Thun nimmt nun jene Vogelfreunde ins Visier, die den Tauben aus falscher Tierliebe kiloweise Brot verfüttern. Ab übermorgen will man ihnen mittels Plakaten ins Gewissen reden. Weitere Massnahmen wie Vogeljäger werden diskutiert. Taubenschläge sind aber vom Tisch: «Es haben fast keine Tauben darin genistet», so Keller.

Der Stadt Bern gelingt es dagegen, die Population unter Kontrolle zu halten, indem den Tauben in den Vogelschlägen die Eier weggenommen werden. Auch Olten setzt neu auf diese Strategie: Im Februar sollen die ersten überwachten Brutplätze eingerichtet werden. Eine Plakatkampagne wie in Thun brachte in Olten dagegen nur wenig Erfolg. «Die Leute sind heute zwar sensibilisiert», sagt Elisabeth Kaufmann von der Oltner Umweltfachstelle, «wir kämpfen aber immer noch gegen die Tauben­plage.»