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Psychoauction.com
01. Juni 2009 23:05; Akt: 02.06.2009 06:53 Print
Berner macht Ebay mit «Dumping» Konkurrenz
von Patrick Marbach - Ein Berner Jungunternehmer sorgt in England für riesigen Wirbel: Übers Internet verscherbelt er Tickets und Wertgegenstände zu unglaublichen Preisen.
Auf den ersten Blick ist die Auktionsplattform von Nicolas Dickreuter ein Paradies für Schnäppchenjäger. Brandneue Stereoanlagen, iPhones oder Flug- und Konzerttickets kann man dort für absurd tiefe Rappenbeträge ersteigern. Sogar Banknoten verhökert der 30-Jährige für einen Bruchteil ihres Wertes. «Allein im letzten Monat habe ich dafür ein Vermögen aufgeworfen», sagt Dickreuter, der bis kurz vor der Pleite als Banker bei Lehman Brothers in London arbeitete.
iPhone für 1,81 Franken: Der 30-jährige Nicolas Dickreuter machts auf www.psychoauction.com möglich.
In der englischen Presse sorgt sein sensationelles Verlustgeschäft für Schlagzeilen, sogar seine Freunde zweifeln an seinem Verstand: «Die Schliessung von Lehmann Brothers hat ihn hart getroffen. Er hat jeden Respekt für Geld verloren.»
Dem gewieften Berner kann diese Gratiswerbung nur recht sein. Natürlich hat sein Auktionssystem einen Haken: Denn ab dem dritten Gebot bezahlen die Kunden für jeden Erhöhungsschritt, den sie eingeben, eine Gebühr. Dickreuter ist überzeugt, dass sich sein Geschäft bald lohnt: «Auf meiner Seite sind tausende Benutzer registriert. Sobald es noch mehr werden, steigen die Auktionspreise.»

























