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Eröffnung Bärenpark
23. Oktober 2009 12:37; Akt: 23.10.2009 14:02 Print
Als die Berner Bären im Kochtopf landeten
von Adrian Müller - Am Sonntag wird der Berner Bärenpark mit einem Volksfest der Bevölkerung übergeben. Vor nicht allzu langer Zeit landeten überzählige Bärchen aber noch auf dem Teller der Politelite. Der frühere Bärenwärter schildert, wie den Jungbären der Garaus gemacht wurde.
Vom grauen Graben ins Paradies: Den Bären fehlt es im neuen Berner Bärenpark an nichts. Das Highlight des 6000 Quadratmeter grossen Geheges ist das 100 Meter lange Bären-Schwimmbecken: Finn und Björk können zwischen Schatten spendenden Bäumen in der Aare planschen und Fische jagen.
Emil Hänni amtete 27 Jahre lang als Bärenwärter.
Bärenpark-Volksfest
Am Sonntag, 25. Oktober, ist es so weit: Die Organisatoren erwarten zum Eröffnungsfest unter dem Motto «Dr Bär isch los» gegen 30 000 Besucher. Beim Bärenparcours mit über 250 Berner Kultur- und Kunstschaffenden sind 35 Produktionen, Konzerte, Performances, Theater, und Aktionen geplant. Mit dabei sind unter anderem die Kummerbuben, das Jugend Sinfonieorchester und Künstlerin Chantal Michel. Auf dem Klösterlistutz findet zwischen 9.30 und 17.45 Uhr ein «Bäremärit» statt.
In der Nacht kam der Bären-Killer
Fortan dient der altehrwürdige Bärengraben nur noch als Rückzugsgebiet für «Meister Petz». Noch in den 1980er-Jahren herrschten dort unglaubliche Zustände. 1984 mussten sich sage und schreibe 24 Bären, davon 9 Jungtiere, die 12 unterirdischen Stallungen sowie den grossen und den kleinen Bärengraben teilen. «Die Bären mussten sogar in den Gängen schlafen», erzählt Emil Hänni, Bärenwärter von 1976 bis 2003. Nicht wegen der engen Verhältnisse, sondern wegen Futterneid habe es immer wieder Krach zwischen den Tiere gegeben. Die Bären durften pro Tag nur wenige Stunden an die frische Luft. Um Platz zu schaffen, musste man die überzähligen Tiere töten. Dies brach Bärenwärter Hänni das Herz: «Ein Wildhüter schoss die Tiere jeweils um vier Uhr morgens im Graben ab», erinnert er sich. Später seien sie dann im Stall getötet worden. «Das hat mir so weh getan, dass man mit mir drei Tage vor und nach dem Abschuss nicht mehr reden konnte», sagt Hänni.
Als die Politgarde die Bären verspeiste
Die Tiere landeten nicht etwa auf einer Kadaverstelle, sondern im Kochtopf verschiedener Altstadt-Beizen, etwa dem «Klötzlikeller» oder der «Zunft zur Weberen» . «Die politische Garde traf sich regelmässig im erlauchten Kreis, um die Bären zu verspeisen», weiss Heinz W. Müller, früherer Stadtredaktor des «Bund.» So wurde etwa anlässlich des Zibelemärits oder für Weihnachtsessen in den rustikalen Beizen Bärenpfeffer aufgetischt. Auch Wärter Hänni hat schon Bärenfleisch verspeist. «Aber nie von meinen Tieren», betont er. Bärenschinken schmecke eingentlich ganz gut - wie normaler Trockenschinken. Mitte der 1980er-Jahren liess die Berner Stadtregierung den Handel mit Bärenfleisch - zum Wohlwollen der Tierschützer und von Bärenwärter Hänni - einstellen.
«Bärengraben war keine Tierquälerei»
Hänni hat die Entstehung des Bärenparks mitverfolgt: Er sei froh für die Bären, dass sie endlich so viel Platz haben. Der ehemalige Bärenwärter will aber nicht in den Tenor der Bevölkerung einstimmen, welche den alten Bärengraben immer als Ort der Tierquälerei abgetan hat. «Die Bären fühlten sich im Bärengraben nicht unglücklich. Die Leute sind einfach empfindlicher geworden», bilanziert Hänni.
Blick auf den sich damals noch im Bau befindlichen Bärenpark:
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Alle 41 Kommentare




























Ehrlicher....
Esse seit 20 Jahren kein Fleisch... weil es mir nie geschmeckt hat, ich vermisse es auch nicht. Ich habe grösstes Mitgefühl, dem Tierleid gegenüber, seien es Zoo, Zirkus, sogenannte Nutztiere, ausgesetzte Tiere etc. ! Trotzdem - ist es wirklich ethischer Bären zu töten und in der Kadaverstelle zu entsorgen als das Fleisch zu essen? Tierliebe fängt doch viel früher an!!!
Gräueltaten am Tier
Grauenhaft wie Menschen mit Tieren umgehen! Wann begreift Mensch endlich das Tiere auch eine Seele haben. Das sie Trauer und Freude empfinden, sowie Angst und Schmerzen und noch vieles mehr als wir je fähig wären. Tiere träumen sogar beim schlafen! Sie sind gar nich viel anders wie wir! Nur wir Menschen führen uns auf als wären wir die Erhabensten, intelligentesten und überhaupt. Und wo bitte sind die Pelze der Bären gelandet, lassen sie mich raten?! Alls Pelzmantel der Politgarde...
Man muss nicht Alles essen
Wieso meinen hier viele das man Tiere, nur weil sie da sind, auch essen muss? Und wieso werden die Bären in Bern eingesperrt, als das man sie in die Natur entlässt? Es wird Zeit das die Specie Mensch von der Natur von dieser Weltkugel runter geschmissen wird. BTW: Vegetarier leben gesünder und länger.