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Gletschersee
25. Mai 2009 09:46; Akt: 25.05.2009 13:08 Print
300 000 Kubikmeter Fels stürzten in den See
Am Wochenende ist der grösste Teil der bröckelnden Felsmasse über dem Gletschersee ob Grindelwald abgebrochen. Der See füllt sich zwar weiter, von der Moräne geht aber nur noch eine geringe Gefahr aus. Interlaken rüstet sich trotzdem.
Rund
Der See am Unteren Grindelwaldgletscher hält die Bewohnerinnen und Bewohner des Lütschinentals seit mehreren Jahren in Atem. Der Gletschersee füllt und entleert sich im Frühsommer immer wieder, oft auch gemächlich.
Je mehr Wasser sich aber staut, umso grösser ist die Gefahr von Überschwemmungen, sollte sich der See auf einen Schlag entleeren. Bei einem Spontanausfluss von rund
Im kommenden Frühling dürfte die Gefahr indes gebannt sein: Der Kanton Bern baut an einem 15 Millionen Franken teuren Entlastungsstollen, der verhindern soll, dass sich zu viel Wasser im Gletschersee staut.
(Quelle: SDA)
Die restlichen
Gefahr der Spontanentleerung bleibt
Weil der See sich weiter füllt, ist es aber immer noch möglich, dass er sich spontan und rasch entleert. Dies würde bei der aktuellen Wassermenge wohl zu einigen Überschwemmungen bis in die Region Interlaken führen.
Im See befanden sich am Sonntag rund 2,1 Mio. Kubikmeter Wasser. Die vergangene Woche unterhalb dem Gletscher entdeckten Wassermassen, die zunächst zusätzlich Sorgen bereiteten, dürften allerdings mittlerweile abgeflossen sein.
Ausserdem ist nach wie vor auch eine allmähliche Entleerung des Gletschersees denkbar. Diese ist weniger gefährlich, wie sich in den letzten Jahren zeigte.
Akute Schutzmassnahmen aufgehoben
Als der Abriss an der Stiereggmoräne am Freitag immer schneller zu gleiten begonnen hatte, hatten die Behörden Alarm geschlagen. Sie befürchteten Sturzfluten in der Lütschine - in diesen Fluss entwässert sich der Gletschersee - und setzten Schutzmassnahmen in Kraft.
Dazu gehörte die Sperrung der Autobahn A8 zwischen Interlaken und Brienz, die am Samstagmittag wieder aufgehoben wurde. Die Hochwasserschutz-Schläuche und Betonelemente wurden entfernt. Bei erneutem Alarm wären die Schläuche innert weniger Stunden wieder aufgebaut.
Entlang der Lütschine wurden die mobilen Hochwasserschutzmassnahmen ebenfalls aufgehoben. Einige Schutzvorkehrungen, etwa Betonelemente, bleiben bestehen. Diese waren schon vor einiger Zeit vorbereitet worden.
In Bönigen wurden zum Beispiel Böschungen verstärkt, allerdings nicht auf beiden Seiten gleich hoch. Dies hätte zur Folge, dass Wasser, das die Lütschine im dortigen «Nadelöhr» nicht zu fassen vermag, in Richtung Flugplatz Interlaken und Moos Interlaken und von dort in den Brienzersee fliesst.
Damit könnten rund 100 Gebäude in Bönigen vor dem Wasser geschützt werden. Sechs Gebäude, die stattdessen im Gebiet des Flugplatzes betroffen wären, würden speziell geschützt.
(sda)




























