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11. November 2008 23:07; Akt: 11.11.2008 20:31 Print
Gepanschte Ecstasy-Pillen überfluten Kanton Bern
von Nina Jecker - Bittere Pille für Partyfreaks: Im Kanton Bern ist zurzeit massenhaft gepanschtes Ecstasy im Umlauf. Drogentester warnen vor den Mogel-Pillen.
An einem Rave in Roggwil stellte Daniel Allemann vom Kantonsapothekeramt Bern Ende Oktober bei Drogentests Erschreckendes fest: Fast jede zweite Ecstasy-Pille enthielt unerwartete oder unbekannte Substanzen. «Diese Anzahl ist ungewöhnlich hoch», so Allemann.
Daniel Allemann vom Berner Kantonsapothekeramt stellt das mobile Labor zusammen. (meo)
Nun warnt das Labor im Internet vor den gepanschten Pillen. Denn diese sind gefährlich: Je nach Mischung drohen Krämpfe, Herzrasen, Todesangst und Hirnschäden. Die in Roggwil als Ecstasy verkaufte Substanz TFMPP, die sonst in der Pharmaindustrie zur Herstellung von Medikamenten verwendet wird, kann in hohen Dosen zum Atemstillstand und zum Tod führen.
Aus Angst vor Nebenwirkungen wenden sich immer mehr Leute an die mobilen Drugtester. «Unser zwölfköpfiges Team aus Labormitarbeitern und Präventionsexperten ist total ausgelastet», so Streetworker Alwin Bachmann. Er verweist auf die Safer-Use-Regeln: Mischkonsum mit anderen Drogen vermeiden und auf Alkohol verzichten. Ebenfalls empfohlen wird, Pillen in kleinen Mengen anzutesten: In Roggwil kollabierte ein junge Frau nach zwei ungewöhnlich hoch dosierten Pillen.


























