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31. Mai 2007 23:06; Akt: 31.05.2007 23:11 Print
Schmäh-Blog: Jetzt droht Uni mit Zensur
Mit persönlichen Angriffen auf Professoren und Uni-Mitarbeiter geht ein Freiburger Satire-Blog hart an die Grenze der Legalität. Nun drohen ihm die Betroffenen mit Zensur.
Die anonymen Macher des Friblogs nehmen kein Blatt vor den Mund: Sie veröffentlichen Telefonnummern der Vorlesungssäle, zeigen die Privathäuser der Professoren oder dichten ihnen sogar Affären an – allerdings mit einem leichten Augenzwinkern.
Einige Uni-Mitarbeiter finden diese satirischen Beiträge aber gar nicht lustig. So fühlt sich ein Uni-Dozent als «Lachnummer» vorgeführt. Noch heftiger traf es die Ex-Geschäftsprüferin der Studierendenschaft Agef, Angela-Livia Nydegger: Sie wurde in einem Beitrag unverhohlen der absichtlichen Bilanzfälschung bezichtigt. «Ein völlig haltloser Vorwurf», so die angehende Rechtsanwältin.
Für sie sind solche «lächerlichen Einträge» persönlichkeitsverletzend und rufschädigend – und wären zivil- und strafrechtlich verfolgbar. «Die Blogger ziehen so ziemlich alles in den Dreck, was sie können», sagt Nydegger. «Der Friblog steht nun für viele auf der Abschussliste.»
Auch der Uni ist der Blog ein Dorn im Auge: «Er bewegt sich teilweise hart an der Grenze», sagt Generalsekretär Daniel Schönmann. Der Universitätsrat behalte sich vor, bei schwerwiegenden persönlichen Beleidigungen Massnahmen zu ergreifen.
Lorenz Hanselmann

























