Bern

14. April 2010 23:04; Akt: 14.04.2010 21:49 Print

Auswege aus der Computergame-FalleAuswege aus der Computergame-Falle

von Nina Jecker - Buben in der Krise: Immer weniger machen die Matur. Viele schwänzen und gamen stundenlang am PC. Ein Deutscher will jetzt in Bern Lösungen präsentieren.

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In keinem einzigen Fach sind Buben im Kanton Bern besser als die Mädchen: Dies zeigt eine aktuelle Studie der Uni Bern mit 14- und 15-Jährigen. «Einer der Gründe ist, dass ­besonders Jungs mit traditionellen Geschlechterrollen im Unterricht stören, anstatt mitzumachen», so Ko-Projektleiter Andreas Hadjar. Die Folgen zeigen sich auch bei den Maturitätsabschlüssen: 1998 schlossen 689 junge Männer und 687 junge Frauen das Gymnasium ab, 2008 waren es 875 beziehungsweise 1271.

Bleibt der Erfolg aus, flüchten viele Buben ins Internet: «Dort wird ihnen in Egoshooter-Games eine illusorische Macht geboten», so Andreas Kreis von der Erziehungsdirektion des Kantons. «Ein Teufelskreis», weiss der deutsche Professor Christian Pfeiffer aus Niedersachsen. «Je mehr Zeit sie mit Gamen verbringen desto schlechter werden die Noten.»

Weiter führten Schulfrust und Killerspiele zu Gewalt – «das zeigt der zunehmende Vorsprung der Jungen bei Gewalttaten», so Pfeiffer. In einem Vortrag an der Uni Bern wird der Kriminologe am 20. April Strafrechtlern, dem Kanton und Lehrern seine Lösung einer Ganztagesschule mit vielen Freizeitaktivitäten in der realen Welt präsentieren.

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  • SG am 19.04.2010 10:35 Report Diesen Beitrag melden

    Die Killerspiele sind schuld an allem

    Problemverdrängung mit politisch populärem Fingerzeig und ohne die geringste Wirkung da komplett unwahr. Wenn die männlichen Maturitätsabgänger gefördert werden sollen dann müssen die Fächer neu gewichtet werden weniger Gewicht den Sprachen mehr Gewicht den Natur- und Geisteswissenschaften.

  • T. Miike am 18.04.2010 21:35 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist Quatsch:)

    Dieser Professor hält sich selbst wohl für 9xl klug. Vielmehr handelt es sich bei seiner Person um ein Fossil aus einer Generation, die von digitaler Unterhaltung keine Ahnung hat... Der Bildungsgrad unter "Gamern" ist bestimmt höher als bei anderen "Interessensgemeinschaften". Ausserdem sind Jugentliche, welche ihre Freizeit mehrheitlich mit Videogames verbringen bestimmt nicht jene, die einmal als Junkies auf der Strasse landen. Auch aus eingener, 10 jähriger Erfahrung mit Egoshootern kann ich jedenfalls bestätigen, das es absolut keinen Zusammenhang gibt zwischen Games und realer Gewalt.

  • Peter Müller am 17.04.2010 21:19 Report Diesen Beitrag melden

    ...

    «das zeigt der zunehmende Vorsprung der Jungen bei Gewalttaten» Zunehmender Vorsprung? Komisch. Laut den Berichten die es in den letzten Monaten und Jahren so gab sind es doch eher die Mädchen die sich zunehmend gegenseitig zusammenschlagen.