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Spendengelder aus Kuwait
15. Januar 2012 09:05; Akt: 22.01.2012 02:30 Print
Blancho und Co. planen grosse Moschee in Bern
Mit Spenden aus Kuwait und Katar will der Islamische Zentralrat Schweiz um den Bieler Nicolas Blancho in Bern-West eine dreistöckige Moschee mit Garten errichten.

Nicolas Blancho plant im Westen Berns eine dreistöckige Moschee. (Bild: Keystone/kleines Bild: Ausriss «SonntagsZeitung»)
Der Präsident des Islamischen Zentralrats Schweiz (IZRS), Nicolas Blancho, will in Bern-West eine grosse dreistöckige Moschee mit Gartenanlage bauen. Finanziert werden soll das 20-Millionen-Projekt mit Spendengeldern aus Kuwait und Katar. Die «SonntagsZeitung» ist im Besitz der Baupläne und eines Projektbeschriebs.
Bildstrecken Moscheen in der SchweizDiese zeigen, dass neben einem Gebetsraum für 270 Männer und 174 Frauen auch Läden, Konferenz- und Schulungsräume sowie eine nach Geschlechtern getrennte Tiefgarage mit zwei Untergeschossen geplant sind. Den Projektbeschrieb verteilt Blancho potenziellen Geldgebern in Kuwait und Katar - offenbar auch bei einem Terror-Financier. Im vergangenen Jahr war Blancho viermal in den Golfstaaten, unter anderem bei Tareq al-Essa, dem berüchtigten Präsidenten der «Revival of Islamic Heritage Society» (RIHS, Gesellschaft für die Wiederbelebung des Islamischen Erbes). Die RIHS ist als Wohltätigkeitsorganisation im Kuwait zwar erlaubt - ihre Büros in Pakistan und Afghanistan befinden sich aber auf der Sanktionsliste gemäss UNO-Resolution 1989 wegen Verbindungen zu al-Qaida und Taliban. Blancho hat Tareq al-Essa während der Ramadan-Reise 2011 mehrmals getroffen, wie sein Begleiter Oscar Bergamin gegenüber der «SonntagsZeitung» bestätigt.
Neben den Plänen für die Moschee präsentierte er weitere politisch brisante Projekte: etwa die Volksinitiative zur Aufhebung des Minarettverbots. Geschäftsmänner oder islamische Hilfsorganisationen aus der Golfregion sollen für das Initiativkomitee spenden. Das zeigen mehrere IZRS-Broschüren in arabischer Sprache, die der SonntagsZeitung vorliegen. Weitere Projekte sind eine Koranschule in der Schweiz, ein islamisches Frauenhaus und ein Reisebüro für Pilgerfahrten. Auf seiner Kuwait-Reise im August 2011 traf Blancho zudem den Chef einer Organisation, die Filialen hat, die auf der UNO-Sanktionsliste gegen Terrorismusfinanzierung stehen.
(jam)



























