Sicherheitsrisiko

26. August 2009 23:03; Akt: 27.08.2009 07:57 Print

Botschaften reagieren wegen Street ViewBotschaften reagieren wegen Street View

von Alessandro Meocci - Google Street View sorgt bei den Botschaften für Ärger: Wegen Detail-Fotos der Gebäude läuten beim Sicherheitspersonal die Alarmglocken.

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Er hält wohl nicht allzu viel von Googles Kamerawagen. 20-Minuten-Online-Leser Gerardo Raffa hat uns auf dieses Foto aufmerksam gemacht. «Auto und Rollernummern sind nicht oft zensiert, schade nur, wenn man im Parkverbot steht», schreibt Basil Büchel. Mann mit Harndrang, eingeschickt von Roger Meier. «C.K. wird erfreut sein», schreibt uns M. Bürge. «Hitchcock hätte seine wahre Freude gehabt» ist sich Urs Ladner sicher. «Die Polizei wollte offensichtlich dem Google-Street-View-Auto folgen und bricht das Gesetz», hat uns Markus Graf geschrieben. Jonas Bracher hat dieses Bild entdeckt: Hier hat Googles automatischer Filter offensichtlich versagt. Was bei der Velofahrerin nicht funktionierte, findet dafür lustigerweise bei Plakaten mit Ursus und Nadeschkin Anwendung. Taulant Gjukaj hat uns dieses Bild geschickt. «Zu enge Hosen?», fragt sich S. Leu beim Anblick dieser jungen Dame. Freizeit-Läufer Markus Kaufmann hat sich selbst entdeckt. An der Zurlindenstrasse in Zürich zeigt ein junger Mann auf unmissverständliche Art und Weise, was er von Googles Kamerawagen hält. Eingesandt von Benedikt Gander. Dieser Herr erleichtert sich am hellichten Tage am Bahnhofplatz in Bern. Eingeschickt von Michael Ammann. Yannis Portmann liefert den Beweis, dass es durchaus auch Passanten gibt, die sich gerne ablichten lassen. Dominik Imoberdorf hat mit Street View Szenen einer Verhaftung am Zürcher Sihlquai entdeckt. Florian Weber schreibt: «Ich habe auf meiner Street-View-Tour durch Zürich jemanden mit dem warscheinlich peinlichsten Job des Landes entdeckt.» Eine interessante Entdeckung hat Oliver Mötteli gemacht: «Kein VW Beetle mehr, keine Bauarbeiter mehr - hier wurde zusammengeflickt.» «Viel Unnötiges ist zensiert, nur das Gesicht nicht», wundert sich Dominik Bruderer. «Als ich den Google-Wagen um die Ecke fahren sah, musste ich einfach schnell in die Parklücke reinfahren, um mal schön in die Kamera winken zu können» schreibt Aresh Farokhnia. Gavin: «Street View, die Schweizer Bevölkerung liebt dich!» «Kinder auf dem Nachhauseweg», schreibt Ueli Bucher. «Im Himmel zwei Engel oder?», fragt sich Dominik Simon. Lucien Chappuis hat diesen Fehler und ... ... diesen entdeckt. «Ich habe ein Ufo gefunden» witzelt Joëlle Corrent. Patrik Basler aus Luzern hat sich entdeckt und schreibt: «Bei mir hat die Verpixelung gut funktioniert.» Jörg Meili hat uns auf diese Aufnahme aufmerksam gemacht. Fabian Bucher hat ein Auto von 20 Minuten mit Street View in Luzern gesichtet. «Kein fliegender, aber ein pinkelnder Holländer an der Kantonsstrasse zwischen Leuk und Salgesch» schreibt uns Roland-Roberto Brotschi. Bianca Onuoha hat uns auf dieses Bild aufmerksam gemacht. «Sei nie kopflos im Strassenverkehr unterwegs», rät Maurus Khnis. «Habe in Lyss BE am Bahnhof diese unzensierte Autonummer gefunden», schreibt Dominic Weder. «Endstation Baustelle» von Olivier Freuler entdeckt. 20-Minuten-Online-Leser Christoph aus Wettingen hat sich und sein Auto auf dem neuen Schweizer Street-View-Datensatz entdeckt. (18.8.09) Dieser Autofahrer ist auf der Strecke zwischen Brütten und Winterthur kurz ausgetreten. «Dieser Dame wurden die Beine rasiert» schreibt Ricco Krebs. Jonas Brachers Hinweis beweist, dass die automatische Verwischung von Gesichtern und Nummernschildern nicht einwandfrei funktioniert. Luc Vincent, Street-View-Chef, räumte dies kürzlich im Gespräch mit 20 Minuten Online ein. «F.M. aus Baden (nachzusehen auf http://www.ag.ch/strassenverkehrsamt) wird wohl keine Freude haben sein Auto völlig unzensiert zu sehen», schreibt Leser Stefan Weber. «Auch hier versagte die automatische Zensur von Google», schreibt uns Dominik Bruderer. «Der wird auch keine Freude haben», ist sich Jürg Burkhalter sicher. «Eine Mazda-Garage mit zwei unverpixelten Autonummern», hat Michael Angst entdeckt. Hansruedi Sovilla machte uns auf dieses skurrile Bild an der Badenerstrasse Ecke Elsastrasse aufmerksam. Domagoj Frančišković hat sich selbst mit Street View entdeckt: «I bi dä ganz rächts vor em Geböide, wo ni tue bügle.» Daniel Wehrli hat die Aufnahme einer Polizeikontrolle in Feuerthalen entdeckt. Mobile-Reporter Thomas Hegglin sichtete dieses Google-Earth-Auto in Oberwinterthur - mit eingeklappter Kamera. 20-Minuten-Online-Leser Arnaud Zehnder fotografierte dieses Street-View-Fahrzeug heute Morgen in Genf ... ... und Leser Pascal Mathys bekam eines der Google-Autos in Bern vor die Linse. Natascha Bürge schickte 20 Minuten Online dieses Bild aus Dübendorf. Auch in Zürich am Stauffacherquai waren die Googler unterwegs. La Neuveville BE, von Fabian Küng. Beim Glattzentrum in Wallisellen entdeckte Zafer Akin ein Google-Auto. Bertrand Kolb schickte uns diesen Schnappschuss.

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Das Google-Programm Street View ist derzeit in aller Munde. Gut erkennbare Gesichter und Autonummern haben Datenschützer auf den Plan gerufen. Nun haben auch die Botschaften in Bern die Online-Sicherheitslücken entdeckt: «Die Problematik ist uns bekannt. Entsprechende Schritte sind in Abklärung», sagt Ruth Millard von der britischen Botschaft.

Für die israelische Vertretung wurde das Nötige bereits unternommen – unter der entsprechenden Street-View-Adresse heisst es: «Dieses Bild ist nicht mehr verfügbar.»

Bei der US-Botschaft, wo die Sicherheit sonst grossgeschrieben und das Fotografieren unerwünscht ist, plant man aber offenbar keine Schritte: «Was Google macht, ist deren Sache. Wir haben unsere eigenen Bestimmungen», sagt Angela Cervetti von der Botschaft.

Dabei wäre es so einfach: Auf jedem Google-Street-View-Bild kann man am unteren Bildrand «Ein Problem melden» anklicken und muss dann die nötigen Schritte befolgen. «In der Regel entfernen wir die Bilder innert ein paar Stunden», sagt Google-Sprecher Matthias Meyer.