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Stapi-Fauxpas
04. März 2010 22:16; Akt: 04.03.2010 21:23 Print
Bürgerliche wettern, Juso drucken Shirts
Nach der «Motherfucker-Affäre» von Stapi Alexander Tschäppät fordern die Bürgerlichen einen Verhaltenskodex für die Stadtregierung.
Der Auftritt von Stapi Alexander Tschäppät am Mikrofon dauerte bloss wenige Sekunden, die Reaktionen fallen aber heftig aus. «Nach zwei Gläsern Rotwein wird er lustig. Dann kippt sein Auftritt schnell ins Lächerliche», sagt FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen. «Wäre er nicht bei der SP, wäre er bei diesen Verfehlungen wohl längst aus der Regierung gemobbt worden.» Ins gleiche Horn stösst FDP-Stadtrat Philippe Müller. «Bei Festivitäten wird Tschäppät schnell feucht-fröhlich und vergreift sich dann im Ton.»
Stapi Alexander Tschäppät.
Mani Porno: «Rummel total übertrieben»
Plötzlich spricht die ganze Schweiz von einer Band aus dem Berner Breitenrain-Quartier: Mani Porno bestehen aus The Roc* (Bassist und Basstrommler) und Gavioes*, dem Sänger. «Dieser ganze Rummel ist absolut übertrieben», sagt The Roc. «Alex wurde vom ganzen Publikum im Lokal, etwa 20 hartgesottene YB-Fans, mit Sprechchören genötigt, auf die Bühne zu kommen.» Den Refrain «Sämi Schmid Motherfucker» und «Christoph Blocher M ...» habe Tschäppät nur einmal mitgesungen. «Wir hielten ihm das Mik unter die Nase.»
Sie würden übrigens viele, die mit ihnen auftreten – auch Künstler wie Pedro Lenz –, als «Motherfucker» ankündigen. «Tschäppät selbst haben wir ja auch hochgenommen!» Den Refrain «Sämi Schmid M ...» hätten sie, die beiden Street-Komödianten, sogar schon 2008 an der Albisgüetli-Tagung in Zürich gesungen – damals ohne Folgen. (sah)
*Namen der Redaktion bekannt
Tschäppät dazu: «Diese Aussagen überraschen mich nicht. Es handelt sich dabei um alte Klischees und Vorwürfe, die periodisch immer wieder neu erhoben werden – speziell vor Wahlen.» Darum kommentiere er sie auch nicht. In der Öffentlichkeit habe er sich entschuldigt und er bedaure den Vorfall. «Samuel Schmid habe ich am Mittwoch noch angerufen und mich bei ihm persönlich entschuldigt.» Christoph Blocher habe via Medien ausrichten lassen, das Ganze interessiere ihn nicht. «Wenn ich ihn das nächste Mal sehe, spreche ich die Sache aber noch an.»
Stadtrat Bernhard Eicher (Jungfreisinnige) fordert in einem Vorstoss nun einen Verhaltenskodex für den Gemeinderat. Derweil solidarisieren sich die Juso mit ihrem Stapi und verkaufen am YB-Heimspiel gegen Sion (14.3.) Shirts mit dem Aufdruck «Christoph Blocher Motherf***er».
(sah/stk/20 Minuten)
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Alle 291 Kommentare




























Nicht so gut Englisch
Ach so, nicht so gut Englisch kann er, der Herr Blocher. Welch eine Freude: Das Haar in der Suppe gefunden. Vielleicht lohnte es sich, sehr geehrter Herr Affolter, sich dazu Gedanken zu machen, was ein Dr. Christoph Blocher so alles kann und zustande gebracht hat.
spricht blocher schlecht englisch?
war der nicht mal bundesrat? er wird wohl sagen, er wolle gar nicht wissen, wie man "moderföcker" wirklich ausspricht. ich behaupte mal, er kann auch andere englische wörter nur total falsch aussprechen.
Schade keine Klage
Herr Blocher hätte Herrn Tschäppert ruhig verklagen sollen.Aber mit dem Alkoholproblem könnte er nicht unrecht haben.Man muss schon sehr besoffen sein um in aller Öffendlichkeit ,sich so zu äussern.Die Gedanken sind frei aber nicht umbedingt immer Spruchreif.