Grindelwald handelt

29. Dezember 2011 22:59; Akt: 30.12.2011 12:13 Print

Schlittelschule soll Zahl der Unfälle senkenSchlittelschule soll Zahl der Unfälle senken

von Nathalie Jufer - Jährlich verunfallen schweizweit fast 10 000 Personen beim Schlitteln. Eine spezielle Schlittelschule in Grindelwald soll dem nun Abhilfe schaffen.

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Schlitteln und Snowtubing will gelernt sein: In Grindelwald eröffnet die erste Schlittelschule.

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«In den letzten zehn Jahren verzeichneten wir eine grosse Zunahme bei Schlittelunfällen», so Daniel Menna von der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU). Handelte es sich im Jahr 2000 noch um 5700 Unfälle, waren es neun Jahre später schon 12 850. Grund: «Oft wird beim Schlitteln die Geschwindigkeit unter- und das eigene Fahrkönnen überschätzt», weiss Menna.

Umfrage
Hatten Sie schon einen Schlittelunfall?
4 %
23 %
65 %
8 %

Um die hohe Zahl der Unfälle zu senken, ergreifen jetzt in Grindelwald Schneesportprofis die Initiative. Mit einem neuen Angebot wollen sie Schlittelfans zeigen, wie man auf Kufen sicher die Piste hinunterkommt. «Im Moment sind wir dabei, mit Hilfe qualifizierter Leute vom Schlittel- und Rodelverein eigene Schlittellehrer auszubilden», so Christoph Estermann, Leiter bei Grindelwald-Sports.

Die Experten bringen dann den Gruppen von maximal acht Personen auf einer speziell abgesteckten Schlittelbahn die Rodel-Basics bei. Estermann erklärt: «Gelehrt werden grundlegende Dinge wie Bremsen und Kurvenfahren.» Mit 69 Franken ist man bei einem Halbtageskurs dabei, für 99 Franken erhält man einen ganzen Tag betreutes Schlittelvergnügen.

Für die Kurse kann man sich ab sofort online anmelden. Estermann: «Auf einen Schlitten sitzen kann jeder – die nötige Technik muss man aber erst erlernen.»

www.grindelwaldsports.ch

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  • Schneesportler am 30.12.2011 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    rigorose Kontrollen und Strafen

    Schlittelausweiskontrollen und Radarkontrollen an den beliebten Raserstrecken und an besonders unfallträchtigen Orten wären von Vorteil. Auf der ganzen Schlittelpiste 30er-Zone. Teure Bussen bei Missachtung. Wer einen Unfall hat, muss ihn melden, damit eine Alkoholkol- und Drogenkontrolle durchgeführt werden kann. Bei Trunkenheit Schlittelausweisentzug und Fahrausweisentzug.

  • Peter Schlittler am 30.12.2011 11:00 Report Diesen Beitrag melden

    Galoppierender Wahnsinn

    An und für sich eine gute Idee. Aber schlecht, weil wir immer weniger unsere Eigenverantwortung wahrnehmen und denken bevor wir handeln. Vor 40 Jahren liessen mich meine Eltern nicht ohne gutes Schuhwerk, Skibrille und solide Bekleidung und Handschuhe schlitteln gehen. Die ersten paar Male war mein Vater dabei - ich glaube er hatte noch mehr Spass daran als ich - und ich habe gelernt Verantwortung zu übernehmen und Situationen einzuschätzen. Das gleiche war beim Velofahren der Fall. Heute brauchen wir Gesetze, bauliche Massnahmen, Kurse und Patente - früher gesunder Menschenverstand.

    • Susanne am 31.12.2011 14:24 Report Diesen Beitrag melden

      Sehe ich nicht ganz so

      Wenn jemand einen Kurs belegt, weil er irgendeine Thematik nicht kennt/beherrscht, wie hier das Schlitteln, dann zeugt das genau von Eigenverantwortung. Sie hatten das Glück, dass Ihre Eltern gute Schlittellehrer/innen waren, und ihrer Eltern, sie kannten das von den Grosseletern. Wenn die Eltern halt etwas nicht weitergeben können, (Radfahren, Schlitteln, was auch immer) dann ist es sinnvoll und richtig an geeigneter Stelle die "Ausbildung" zu absolvieren. Das muss nicht immer ein bezahlter Kurs sein, kann auch bei Bekannten und Kollegen erfolgen. Auch heute wichtig: gesunder Menschenverstand

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  • Satiriker am 30.12.2011 09:53 Report Diesen Beitrag melden

    Das Leben ist voller Gefahren!

    Wann kommt die Wanderschule? Man kann ausrutschen. Auch Spaziergänger leben gefährlich, man kann ins Wasser stürzen. Am besten bleibt man zu Hause.. :-) Sorry, dort braucht man Schulung zum Herd einschalten, Kaffee bereiten, Toilette spülen, aufstehen usw. ...