Jungbär geht baden

16. März 2010 18:03; Akt: 18.03.2010 08:11 Print

Schrecksekunden im BärenparkSchrecksekunden im Bärenpark

Eines der beiden Berner Bärenjungen wurde am Dienstag unfreiwillig zur Wasserratte. Mama Björk konnte es aber aus der Not retten. Allerdings lief die Aktion nicht ganz glimpflich ab.

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Ein Bärchen am Stiel: Im Bärenpark ging es am 25. März 2010 nochmals rund. Die Bärenjungen spürten offenbar, dass das Frühlingswetter bald vorbei ist und tobten nochmals richtig herum... ...der Kampf mit dem Geschwisterchen gehört da logischerweise dazu. Doch Mutter Björk ist nicht weit entfernt: Der Schreck vom letzten unfreiwilligen Bad eines ihrer Jungen ist guter Erinnerung... ...die beiden Jungbären waren paar Tage zuvor zusammen mit Björk erstmals am Wasser und zeigten scheue Annäherungsversuche, wie die Bilder von Leser-Reporter Matthias Nutt zeigen. Björk lässt ein Junges alleine am Wasser, geht auf die andere Seite. Erste Berührungen mit dem Wasser. Das Junge ist zu diesem Zeitpunkt entfernt von Björk. Das Junge schreit nach Björk, zeigt Angst. Björk, nervös, eilt zurück zum alleingelassenen Jungen und will es die Mauer hochziehen. Björk versucht, das Junge am Nacken zu packen und die Mauer hochzuziehen. Das Junge entschlipft und fällt ins Wasser. Björk eilt nervös und aufgeregt runter zum Wasser. Björk nimmt das nasse Junge zu sich. Vor weiteren Gefahren schützend legt Björk demonstrativ ihre Pranken um das Junge. Gleichzeitig schreit nun das andere Junge auf der anderen Seite. Björk, weiter sehr aufgeregt, eilt auf die andere Seite und bleibt in der Mitte stehen, weiss nicht auf welche Seite sie nun will. Björk kommt zurück, rettet das nasse Junge mit einem Nackengriff. Dieser sitzt diesmal. Geglückter Nackengriff. Abtransport in die Höhe. Das nasse Junge im Nackengriff. Ab nach Hause.

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Grosse Aufregung im Bärenpark: Was ein lustiger Ausflug in Richtung Wasser werden sollte, geriet für den kleinen Bären zu einem Horrortrip. Mama Björk musste ihren Nachwuchs aus dem Becken retten. Dabei hatte alles ganz harmlos begonnen. «Der Kleine ging Richtung Wasser und hielt seine Pfote ins Nass. Dabei erschrak er so sehr, dass er laut nach seiner Mama rief», schildert Leser-Reporter Mattias Nutt die dramatische Szene. Der leidenschaftliche Tierfotograf hat die brenzligen Momente zufällig live miterlebt.

Mama Björk war gerade mit dem zweiten Filius beschäftigt, als sie am Dienstag gegen 16.30 Uhr den lauten Hilferuf vernahm. Sofort eilte sie herbei und wollte den Nachwuchs aus dem Becken ziehen. Da nahm das Unglück seinen Lauf. Fast hatte sie ihn schon auf sicherem Boden, da entglitt ihr das kleine Fellbündel und plumpste prompt ins Wasser. Dabei ist nicht nur dem kleinen Bären das Herz in die Hose - oder besser: ins Fell - gerutscht. Doch der verunglückte Bär strampelte wacker und gelangte ans rettende Ufer.

Bär wird zur Wasserratte

Björk war sehr aufgebracht. Dennoch ging sie beim zweiten Anlauf, den Kleinen nach oben zu ziehen, kein Risiko mehr ein. Sie stieg zum Becken hinab, um das Bärenbaby sicher über die Beckenwand zu befördern. Gedacht, getan. Nach rund zwei Minuten hatten alle beide sicheres Gelände erreicht. Danach gings flotten Schrittes in die Höhle. Für den Rest des Tages hiess es: «Genug Abenteuer für heute.» Doch lange wird Björk den Stubenarrest kaum durchziehen können, denn der Mittwoch verspricht ein neuer schöner und für die Kleinen spannender Tag zu werden, ist sich auch unser Leser-Reporter sicher.

(oku)