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Demo
06. März 2010 14:13; Akt: 06.03.2010 23:08 Print
Schweizer Muslime bieten Gaddafi die Stirn
«Fass die Schweiz nicht an!»: In Bern protestieren am Nachmittag rund 80 Personen gegen den «Dschihad»-Aufruf des libyschen Diktators - darunter auch ehemalige Opfer des unberechenbaren Herrschers. Wegen Sicherheitsbedenken dürfen die Demonstranten nicht bis zur libyschen Botschaft vorstossen.
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Gaddafi besucht Göldi
Den Schweizer Muslimen reicht es: Nachdem der libysche Präsident Muammar Gaddafi vergangene Woche zum «Dschihad» gegen die Schweiz aufgerufen hatte, gingen sie heute Nachmittag in Bern auf die Strasse. Rund achtzig, vorwiegend aus der Westschweiz stammende Muslime fanden sich in Bern auf dem Helvetiaplatz ein.
Schweizer Muslime zeigen ...
... Gaddafi die Stirn.
Ein libyscher Anwalt, der in den 1960er Jahren selber Folteropfer des libyschen Regimes wurde und vor Jahren in der Schweiz politisches Asyl erhalten hatte, meinte gegenüber 20 Minuten Online, an der Gaddafi-Affäre zeige sich die ganze Willkür der Macht des Diktators Gaddafi. «Ich habe am eigenen Leib erlebt, wie unberechenbar das Regime in Libyien ist. Max Göldi kann morgen frei kommen, oder übermorgen, oder erst in ein paar Jahren. Das weiss niemand.» Sein Bruder sei ohne Verurteilung 21 Jahre in Libyen im Gefängnis gewesen.
Schluss mit der Zurückhaltung
Persönliche Schicksale motivieren zur Teilnahme an der Demo. Andererseits haben viele Muslime langsam genug von Gaddafi. «Fass die Schweiz nicht an!», heisst der Slogan der Kundgebung. «Wir wehren uns gegen die Instrumentalisierung des Islams, um die Muslime von hier und dort gegen unser Land und unsere Mitbürger aufzuhetzen», sagt Organisator Abdel Lamhangar.
Mit der Demo versuchen die Muslime zum ersten Mal ein sichtbares Zeichen zu setzten, nachdem sie sich in der Vergangenheit dezent aus politischen Diskussionen zurückgehalten haben. «Wir wollen nicht weiter schweigen», begründet Lamhangar. «Wir Schweizer Muslime schätzen den Rechtsstaat, in dem wir leben und möchten das dem Rest der Welt auch zeigen.»
Die Demo findet auf dem Helvetiaplatz statt, nachdem die Muslime anfangs vor der libyschen Botschaft im Kirchenfeldquartier protestieren wollten. Offenbar wegen Sicherheitsbedenken wurde ihnen dies nicht gestattet.
(amc/am/kub)
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Immerhin
Habe nichts gegen Muslime, aber etwas dagegen wie sie sich "verkaufen". Religion ist eine persönliche Sache und sollte nie politisch instrumentalisiert werden. Ob hier "nur" 80 demonstrieren und angeblich gar gekauft worden sein sollen, ist eher zweitrangig. Entscheidend ist, dass mal ein Anfang gemacht wurde, der auch "ehrlichen" Muslimen Mut macht, offen gegen den Radikalismus und seinen religionfremden Instrumenten entgegen zu treten. Hätten wir mehr offene, tolerante Muslime, wäre auch z.B. die Abstimmung Minarett keine Frage gewesen.
Ein kleines Zeichen, aber ein Wichtiges!
Der Islam ist bestimmt nicht eine Religion die das frei-denkerische und reflektorische, selbstständige Denken und Handeln im Einzelnen fördern will. Wer sich vom Islam abkehrt wird ja unter Umständen in einigen islamischen Ländern mit der Todesstrafe bestraft. Angehörige anderer Religionen werden als Ungläubige bezeichnet. Dies ist unter anderem in höchstem Masse gegen die Menschenrechte verstossend und aufs maximale rassistisch. Diese Tatsache wird Notorischerweise von islamischen Führern und von Moslems ignoriert. Stattdessen massen sich islamische Führer und Islamisten an, die Schweiz als
Lächerlich
....und von den ca. 80 Demonstranten waren auch noch etliche Schweizer (schaut euch die Bilder etwas genauer an!) dabei!
schweizer...
und als Schweizer kann ich kein Muslim sein? Muslim = Ausländer?