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Waffenschutz-Initiative
13. Februar 2011 15:02; Akt: 08.03.2012 10:53 Print
Armeewaffen dürfen weiterhin mit nach Hause
56,3 Prozent der Stimmbürger haben bei der Waffenschutz-Initiative ein Nein eingelegt. Nur Zürich, Basel-Stadt und vier Westschweizer Kantone sagen Ja.
Waffen-Initiative
Die Volksinitiative «Für den Schutz vor Waffengewalt» verlangt, dass Armeewaffen neu im Zeughaus deponiert werden müssen und sämtliche Feuerwaffen zentral beim Bund statt in den Kantonen registriert werden. Zudem fordert die Initiative einen Bedarfs- und Fähigkeitsnachweis für den Umgang mit Feuerwaffen und Munition.
56,3 Prozent des Volks sagten Nein zur Waffenschutz-Initiative. Damit liegt das Ergebnis einer im Vorfeld durchgeführten Umfrage von 20 Minuten Online weniger als zwei Prozent neben dem tatsächlichen Votum - 58 Prozent gaben an, gegen die Vorlage zu stimmen.
Die Punktlandung überrascht wenig: «Unsere Leserschaft ist sehr breit aufgestellt – jede Altersgruppe und jede soziale Schicht ist vertreten. Bei einer Beteiligung von über
Befürwortet wurde die Initiative einzig in den vier Westschweizer Kantonen Genf, Neuenburg, Waadt und Jura sowie in den städtisch geprägten Deutschschweizer Kantonen Basel-Stadt und Zürich.
Alle anderen Kantone folgten den Argumenten von Bundesrat und Parlament, welche die Initiative bekämpften. Die heutigen gesetzlichen Grundlagen zum Schutz der Bevölkerung vor Waffenmissbrauch reichen ihrer Meinung nach aus.
Rösti- und Stadt-Land-Graben
Am deutlichsten war die Ablehnung im Kanton Appenzell Innerrhoden mit einem Nein-Anteil von etwas mehr als 72 Prozent. Mit Ausnahme von Basel-Stadt und Zürich lehnten die anderen Deutschschweizer Kantone die Initiative mit Nein-Anteilen von mehr als 54 Prozent ab. Das Tessin lehnte mit 63,5 Prozent ab. Vergleichsweise knapp war das Nein im Kanton Basel-Landschaft (54,8 Prozent).
Das beste Resultat erzielte die von SP, Grünen, Grünliberalen, EVP, CVP Frauen, GSoA, Frauenverbänden, Kirchen und Ärzte- und Polizeiverbänden unterstützte Initiative im welschen Stadtkanton Genf, wo 61 Prozent der Stimmberechtigten Ja sagten.
Dahinter folgen Basel-Stadt mit knapp 59 Prozent sowie die Kantone Jura, Waadt und Neuenburg mit Zustimmungsraten zwischen 52 und 53 Prozent. Der Kanton Zürich sagte mit 50,37 Prozent knapp Ja.
In der Westschweiz lehnten nur die zweisprachigen und ländlich geprägten Kantone Freiburg (59 Prozent Nein) und Wallis (62 Prozent Nein) die Initiative ab. Hätten die welschen Kantone alleine abgestimmt, wäre die Initiative knapp angenommen worden.
Linke mit Niederlage ins Wahljahr
Mit dem Nein zur Waffenschutzinitiative steigen die linken Parteien mit einer Abstimmungsniederlage ins Wahljahr 2011. Ihr Argument verfing nicht, dass dank strengerem Waffenrecht die Zahl der mit einer Schusswaffe begangenen Suizide und Tötungsdelikte gesenkt werden könnte.
Unter anderem wollten sie die Armeewaffen in der dienstfreien Zeit ins Zeughaus verbannen. Ausserdem sollte der Zugang zu Waffen insgesamt erschwert werden. Käufer und Besitzer von Feuerwaffen sollten zudem ihren Bedarf nachweisen und belegen, dass sie fähig sind, eine Waffe zu besitzen. Die Initiative verlangte zudem die Registrierung aller Waffen in einem zentralen Register.
Für die bürgerlichen Parteien wäre dies einer «Entwaffnung von unbescholtenen, verantwortungsbewussten Bürgerinnen und Bürgern» gleichgekommen. Die Bevölkerung werde damit schutzlos den Kriminellen ausgeliefert, argumentierten sie. Zudem taten sie den Zusammenhang zwischen Waffenbesitz und Häufigkeit von Tötungsdelikten und Suiziden als Spekulation ab.
(sda)
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Alle 742 Kommentare
























































Verantwortungsbewusstsein bitte!
Est wirklich an der Zeit dass unsere Politiker, und vor allem die Linken, die Bevölkerung nicht als Findelkinder und bescheuerte Individuen ansehen.Unser Land hat eine Geschichte mit Verantwortungbewustsein.
Genau getroffen!
Sehr schön gesagt!
Ja ja
Das war einmal mehr Irreführung der Bevölkerung durch die Medien. Gemäss den schweizer Medien sollte die grüne Farbe in der Grafik weitaus mehr vertreten sein.
Abgabe von Waffen
Schon gemerkt, dass jeder seine Waffe freiwillig im Zeughaus abgeben kann? - Ist ja nicht so das die zuhause bleiben muss.
nein.............
jetzt mag ich auch nicht mehr.