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Abstimmungssonntag
29. November 2009 10:22; Akt: 28.01.2010 15:34 Print
Stimmvolk entscheidet über zwei Initiativen
Die Schweizerinnen und Schweizer entscheiden am heutigen Sonntag, ob der Bau von Minaretten und die Ausfuhr von Kriegsmaterial verboten werden sollen. Besonders die islamische Welt schaut wegen der Anti-Minarett-Initiative auf die Schweiz. Zahlen und Fakten.
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Abstimmungsumfrage: Stabiles Nein zu Minarett-Initiative
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Anti-Minarett-Initiative: Genfer Moschee mit rosa Farbe beschmiert
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Zur Sache: Volksinitiative «Für ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten»
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Anti-Minarett-Initiative
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Die Abstimmungs-Vorschau
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Anti-Minarett-Initiative - die Werbekampagne der User gegen ein Verbot
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Anti-Minarett Plakate
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Moscheen in der Schweiz
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Die Waffenexporte der Schweiz
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Kreuze gegen Kriegsmaterial
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Die GSoA — seit 27 Jahren für eine Schweiz ohne Armee
Die Initianten aus SVP- und EDU-Kreisen warnen vor einer zunehmenden Islamisierung. In den Minaretten sehen sie Symbole eines muslimischen Machtanspruchs. Der Bundesrat und die meisten Parteien warnen dagegen vor einem Minarettverbot. Damit werde die Religionsfreiheit verletzt. Die Initiative gefährde den Religionsfrieden in der Schweiz und schade dem Image.
Zahlen und Fakten zu Muslimen in der Schweiz
In der Schweiz dürften aktuell gegen
Initiative «für ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten»
Mit der Initiative «für ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten» will die Gruppe Schweiz ohne Armee zusammen mit zahlreichen pazifistischen und linken Organisationen der Schweizer Rüstungsindustrie aus ethischen Gründen die Ausfuhr verbieten. Schweizer Waffen dürften in keinem Krieg mehr zum Einsatz kommen.
Für den Bundesrat und die bürgerlichen Parteien unterliegt der Kriegsmaterial-Export genügend strengen Kontrollen. Werde die Ausfuhr verboten, führe das bloss zum Abbau von 5000 bis
Zahlen und Fakten zum Kriegsmaterial
Die Schweizer Rüstungsindustrie hat in den vergangenen zwei Jahren keine Krisensymptome gezeigt. Im Jahr 2008 stiegen die Exporte auf das Rekordniveau von 722 Millionen Franken, in den ersten neun Monaten dieses Jahres legten sie im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um knapp zwei Prozent zu.
Wichtigste Käufer von Schweizer Rüstungsgütern waren im vergangenen Jahr Pakistan, Dänemark, Deutschland, Belgien und Grossbritannien. Auf diese fünf Staaten entfiel allein ein Exportvolumen von 401 Millionen Franken. Die Lieferung nach Pakistan umfasste elf Feuerleitgeräte und 24 Fliegerabwehrkanonen. Knapp hundert gepanzerte Radfahrzeuge vom Typ Piranha und Eagle und deren Bestandteile wurden unter anderem nach Belgien, Dänemark und Deutschland sowie nach Brasilien und Rumänien geliefert. Weitere grössere Kunden waren auch Finnland und Saudi-Arabien, die unter anderem ausgemusterte Hawk-Flugzeuge der Schweizer Luftwaffe beziehungsweise Fliegerabwehrsysteme im Wert von je rund 30 Millionen Franken übernahmen. Insgesamt gingen gut zwei Drittel der Exporte nach Europa, rund ein Viertel ging nach Asien und der Rest verteilte sich auf Amerika, Afrika und Australien. Das deutlichste Wachstum im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten dabei die Ausfuhren nach Asien, während jene nach Europa leicht zurückgingen.
In den ersten neun Monaten dieses Jahres erhöhten sich die Exporte der Schweizer Rüstungsunternehmen trotz Wirtschaftskrise noch einmal um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr - auf knapp 510 Millionen Franken. Grösster Abnehmer war dabei Deutschland mit einem Anteil von rund 97 Millionen Franken; nach Saudi-Arabien und Dänemark flossen Güter im Wert von je rund 66 Millionen Franken. Massiv gesunken sind in diesem Jahr hingegen die Exporte nach Pakistan. Sie gingen in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahr von 91,4 Millionen Franken auf 1,5 Millionen Franken zurück.
Neben diesen zwei Vorlagen muss sich das Stimmvolk auch zur Finanzierung von Sicherheits- und Umweltschutzaufgaben in der Luftfahrt äussern. Diese Abstimmungsvorlage ist kaum bestritten. Die Urnen schliessen am Mittag. Erste Resultate werden für den frühen Nachmittag erwartet.
(sda/dapd)


























