Ausschaffungsinitiative

19. November 2010 13:22; Akt: 19.11.2010 16:02 Print

Doppeltes Nein ist «Träumerei»Doppeltes Nein ist «Träumerei»

Die Flüchtlingshilfe (SFH) will dem Gegenschlag zur SVP-Initiative zur Ausschaffung zustimmen. Der Integrationsartikel sei eine sinnvolle Ergänzung zum repressiven Teil der Vorlage.

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Plakate zum doppelten Nein: Die Ausschaffungsinitiative und der Gegenvorschlag sind in vielen Lagern umstritten. (Bild: Keystone)

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Eine Woche vor der Abstimmung über die Ausschaffungsinitiative und deren Gegenvorschlag haben die Flüchtlingshilfe sowie bürgerliche und sozialdemokratische Parlamentarier ein doppeltes Nein als «Träumerei» bezeichnet. Deshalb sei dem Gegenvorschlag zuzustimmen.

Mit dem Vorschlag der Parlamentsmehrheit erhalte die Schweiz im Gegensatz zur SVP-Initiative einen Integrationsartikel, der eine sinnvolle Ergänzung zum repressiven Teil der Vorlage sei, erklärten die Nationalräte Gerhard Pfister (CVP/ZG), Philipp Müller (FDP/AG) und Bea Heim (SP/SO) am Freitag vor den Medien in Bern.

Der Integrationsartikel sei eine «Riesenchance», sagte Beat Meiner, Generalsekretär der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH). Durch die Verankerung der Integration in der Verfassung würden Bund, Kantone und Gemeinden verpflichtet, die Integration zu fördern und dazu Mittel zur Verfügung zu stellen.

«Prävention das Wichtigste»

Heute würden einige Kantone die Integration vernachlässigen. «Prävention ist jedoch das Wichtigste, um Kriminalität zu verhindern», sagte Heim. Pfister wies darauf hin, dass die Schweiz einen der höchsten Ausländeranteile der Welt habe, aber nicht annähernd so viele Probleme mit Ausländern wie andere Länder.

Die bisherige Ausschaffungspraxis in den einzelnen Kantonen sei unbefriedigend und unfair, sagte Müller. Mit dem Gegenvorschlag würden die Bestimmungen vereinheitlicht. Alle schweren Straftäter würden weggewiesen, was bei der SVP-Initiative nicht der Fall sei. Zudem würden bei Ausweisungen Grundrechte, Bundesverfassung, Völkerrecht sowie Verhältnismässigkeit berücksichtigt.

Dass die SFH mit ihrer Abstimmungsempfehlung auf Konfrontation zu einigen ihrer Mitgliedsorganisationen geht, sei in der Tat ein «Spannungsfeld», räumte Meiner ein. «Doch wer ein zweifaches Nein empfiehlt, lädt sehr grosse Verantwortung auf sich.» Die Chancen, dass die Initiative angenommen werde, würden damit stark vergrössert.

(sda)

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  • manuela am 23.11.2010 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Träumen

    ich träume 2 X NEIN bis an die Urne

  • Lucy Wermuth am 21.11.2010 20:14 Report Diesen Beitrag melden

    Das Beste für die Schweiz!

    Unsere vierköpfige Familie hat heute brieflich abgestimmt. Ja für die Ausschaffungsinitiative,Nein für den Gegenvorschlag und Nein für die Steuerinitiative. Wir alle sind felsenfest davon überzeugt, dass das am Besten ist für die Zukunft der Schweiz!

    • AntiProlet am 28.11.2010 14:28 Report Diesen Beitrag melden

      Überzeugung

      Habt ihr die Abstimmungsunterlagen auch durchgelesen? Wer dies tat kann nicht ernsthaft FÜR die Initiative stimmen!

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  • Abel Emini am 21.11.2010 16:19 Report Diesen Beitrag melden

    2 mal nein!

    Ich habe 2mal nein abgestimmt.

    • Beat Schneider am 21.11.2010 19:36 Report Diesen Beitrag melden

      Dann bist Du selber schuld

      Wie kann man 2 x Nein stimmen? Ich begreife es nicht. Wohl weil ich keinen Hochschulabschluss habe und mein Einkommen selber verdiene. Hoffentlich bleibt das auch so, es lebt sich ganz gut ohne diesen intellektuellen Durchblick. JA zur Intitiative.

    • Klaus M. am 28.11.2010 15:06 Report Diesen Beitrag melden

      @Beat Schneider

      Schauen Sie doch dann bitte in ein paar Jahren ob es was gebracht hat. Ich bin mir sicher, die Ausländerkriminalität wird in den nächsten Jahren nicht sinken. Eine bessere Integration würde hier viel mehr helfen. Naja, nun müssen wir halt wohl oder übel einige Zeit lang den SVP Weg ausprobieren, aber irgendwann merkt das Vold, dass dieser genau gar nichts bringen wird.

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