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Friedensverhandlungen
04. September 2010 18:27; Akt: 04.09.2010 20:36 Print
«Dschihadführer, Persönlichkeiten und Frauen»
Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat die Einsetzung eines Rates für Friedensverhandlungen mit den Taliban verkündet. Das Gremium sei ein «bedeutender Schritt auf dem Weg zu Friedensverhandlungen» mit den radikalislamischen Taliban.
Ziel sei die Beendigung des fast neunjährigen Aufstands in dem Land am Hindukusch. Berater Karsais arbeiteten am Samstag an einer Teilnehmerliste, wie es in der Erklärung hiess.
Infografik Krieg in AfghanistanTimeline AfghanistanDem Rat für Friedensverhandlungen sollten «Dschihadführer, einflussreiche Persönlichkeiten und Frauen» angehören. Die Einladungsliste sollte nach dem Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan, der mit dem Fest des Fastenbrechens endet, in der kommenden Woche veröffentlicht werden.
Karsais Plan für einen Rat für Friedensverhandlungen war im Juni von einer grossen Friedensdschirga in Kabul gebilligt worden. In dieser Dschirga sassen religiöse Würdenträger, Politiker und Vertreter der Zivilgesellschaft.
Das britische Aussenministerium begrüsste die Ankündigung für einen Friedensrat. Eine höhere Sicherheit des Landes sei nicht allein auf militärischem Weg erreichbar. «Wir haben immer gesagt, dass ein politischer Prozess benötigt wird, um den Konflikt in Afghanistan zu einem Ende zu bringen», teilte das Ministerium mit.
Mehr Angriffe auf ausländische Truppen
Die Taliban lehnen Gespräche mit der Regierung ab. Sie fordern, dass zuvor alle ausländischen Streitkräfte Afghanistan verlassen müssen. Die Zahl der Angriffe Aufständischer auf die internationalen Truppen verstärkte sich in den vergangenen Wochen deutlich.
Die USA waren gemeinsam mit Verbündeten 2001 in Afghanistan einmarschiert und hatten die radikalislamischen Taliban gestürzt. Derzeit sind am Hindukusch mehr als
Sieben Tote nach Anschlag in Kundus
Bei einem Anschlag in der nordafghanischen Stadt Kundus wurden sieben Menschen getötet. Wie die Behörden mitteilten, war der Sprengsatz an einem Motorrad befestigt. Er sei hochgegangen, als ein Polizeifahrzeug den Marktplatz passiert habe.
Bei den Toten handle es sich um vier Polizisten und drei Zivilisten. Drei weitere Zivilisten seien verletzt worden. Die nordafghanische Provinz galt lange Zeit als vergleichsweise ruhig, mittlerweile sind auch dort Anschläge häufig.
(sda)




























