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USA
03. Mai 2011 20:21; Akt: 03.05.2011 22:11 Print
Bin Laden war beim Angriff unbewaffnet
Obwohl Bin Laden nicht bewaffnet war, wurde er beim Angriff durch die Spezialeinheit getötet. Derweil gerät Pakistan immer mehr in die Kritik.
Al Kaida-Chef Osama Bin Laden war nach Angaben der US-Regierung nicht bewaffnet, als er von US-Spezialkräften bei einem Einsatz in Pakistan getötet wurde. Bin Laden habe keine Waffe bei sich gehabt, erklärte der Pressesprecher des Weissen Hauses, Jay Carney, am Dienstag. Um Widerstand zu leisten brauche man aber keine Schusswaffe. So seien andere Männer in dem Anwesen bewaffnet gewesen und hätten Widerstand geleistet.
Infografik Die Anschläge der Al KaidaCarney bekräftigte, dass das Ziel des Einsatzes die Festnahme und nicht die Tötung Bin Ladens gewesen sei. Wegen des «grossen Widerstandes» sei der Al-Kaida-Führers aber erschossen worden. Zunächst hatten ranghohe Vertreter der US-Regierung den Eindruck erweckt, Bin Laden habe sich bei der Kommandoaktion in der Stadt Abbottabad gewehrt und auch selbst geschossen.
Pakistan in der Kritik
Nach der Tötung des Terroristenchefs werden unterdessen immer mehr Zweifel an der Rolle Pakistans laut. Nun rückt auch die Frage ins Zentrum, wie der Al Kaida-Chef jahrelang unbemerkt dort leben konnte. Die pakistanische Regierung verwehrt sich gegen Vorwürfe der Terrorunterstützung.
Es sei «unvorstellbar», dass sich Bin Laden ohne Hilfe längere Zeit in Pakistan habe verstecken können, sagte der Anti-Terror- Berater von US-Präsident Barack Obama, John Brennan, am Montag.
In Gesprächen mit der pakistanischen Regierung werde nachgefragt, wie der Anstifter der Anschläge vom 11. September 2001 «5 bis 6 Jahre» unbehelligt in einem befestigten Anwesen kaum zwei Autostunden von der Hauptstadt Islamabad leben konnte.
Auch Mitglieder des US-Kongresses pochten auf Aufklärung und stellten Finanzhilfen für Pakistan infrage. Wie zuvor schon Aussenministerin Hillary Clinton sah Brennan jedoch davon ab, Schuldvorwürfe gegen die pakistanische Regierung zu erheben. Islamabad sei «ein starker Partner» im Kampf gegen den Terrorismus, sagte er.
Risse in der Anti-Terror-Allianz
Die pakistanische Regierung kritisierte das eigenmächtige Vorgehen der USA bei dem Einsatz unterdessen scharf. Das Aussenministerium sprach von einem «unautorisierten» Einsatz. Viele Pakistaner reagierten empört und erklärten, die Souveränität des Landes sei durch den Alleingang der Amerikaner verletzt worden.
Präsident Asif Ali Zardari wies Anschuldigungen zurück, sein Land habe nicht genug zur Ergreifung Bin Ladens getan. So habe die Identifizierung eines Al-Kaida-Kuriers durch pakistanische Dienste den Einsatz erst möglich gemacht.
Zardari musste allerdings einräumen, dass der Zugriff nicht gemeinsam mit den US-Truppen durchgeführt wurde. Islamabad wurde vielmehr erst informiert, als Bin Laden tot und das US-Kommando wieder in Afghanistan gelandet war. Die USA hätten Pakistan aus Angst vor Verrat nicht vorab informiert, sagte CIA-Chef Leon Panetta am Dienstag dem US-Magazin «Time».
Obama verfolgte Aktion live
Die Elitesoldaten der Navy SEALS waren in der Nacht zum Montag mit vier Helikoptern aus Afghanistan eingeflogen. Obama und sein Stab verfolgten den Einsatz unter dem Decknamen «Geronimo» per Videoübertragung im Lagezentrum des Weissen Hauses.
Bei der Kommandoaktion wurden laut US-Regierungskreisen mehrere Computer-Laufwerke, DVDs und Dokumente gefunden. Die USA hoffen nun auf neue Erkenntnisse über die Pläne des Terrornetzwerkes.
Publikation von Fotos umstritten
Offen ist weiterhin, ob die USA Fotos des getöteten Al-Kaida- Chefs veröffentlichen werden. Mehrere US-Abgeordnete äusserten die Befürchtung, dass der Tod Bin Ladens geleugnet werden könnte, wenn die USA nicht ausreichende Beweise vorlegten.
Präsident Obama und seine Mitarbeiter wollen jedoch offenbar nicht die islamische
(sda/dapd)



























