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03. Mai 2011 20:21; Akt: 03.05.2011 22:11 Print

Bin Laden war beim Angriff unbewaffnetBin Laden war beim Angriff unbewaffnet

Obwohl Bin Laden nicht bewaffnet war, wurde er beim Angriff durch die Spezialeinheit getötet. Derweil gerät Pakistan immer mehr in die Kritik.

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Der Führer des Terrornetzwerks Al Kaida wurde am 2. Mai 2011 von einer US-Sondereinheit in Pakistan erschossen. Bin Laden wurde in weniger als 100 Kilometer von Islamabad entfernt, aufgespürt und liquidiert. Einwohner von Abbottabad berichten, dass sich die Feuergefechte in diesem Anwesen zugetragen haben sollen. Bereits wenige Stunden nach seinem Tod wird - und zwar auf hoher See. Die USA wollen so verhindern, dass sein Grab eine Pilgerstätte wird. US-Präsident Barack Obama liess es sich nicht nehmen, In den frühen Morgenstunden des 2. Mai 2011 (Schweizer Zeit) trat er in Washington D.C. vor die Medien. Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer um den Globus. In den USA - wie hier - versammeln sich die Menschen und feiern den Tod Bin Ladens. Auch in Washington D.C. wird gefeiert. finden sich Tausende ein und skandieren «USA! USA!». Auf das Konto von Bin Laden geht eine ganze Reihe von Terrorakten, allen voran der Am gleichen Tag erfolgte der Angriff auf das Bei beiden Anschlägen - im Bild der Ground Zero in New York - fanden fast 3000 Menschen den Tod. Doch der Terror der Al Kaida beginnt nicht erst mit 9/11: Am ... und in der Hauptstadt Tansanias. Mindestens 224 Menschen sterben. Der Angriff auf den im jemenitischen Aden mit 17 Toten wird ebenfalls Al Kaida zugeschrieben. Auch nach den Anschlägen von New York schlug Al Kaida immer wieder zu, etwa am 191 Menschen fanden den Tod. Am Vier Selbstmordattentäter zünden in drei U-Bahn-Zügen und einem Bus Bomben. 56 Menschen starben. Nach dem 11. September 2001 wird Osama Bin Laden in den USA und vielen Ländern des Westens zum Noch im selben Herbst um die dortigen Al-Kaida-Ausbildungscamps zu zerstören und die regierenden fundamentalislamischen Taliban zu vertreiben. In auf Kuba errichten die USA ein Gefangenenlager für mutmassliche Al-Kaida-Kämpfer, das ausserhalb jeder Rechtsordnung geführt wird und deswegen in den folgenden Jahren im In- und Ausland immer wieder unter Beschuss gerät. Im Dezember 2001 erobern die Alliierten die Al-Kaida-Basis in Um ein Haar wäre ihnen dabei Osama Bin Laden in die Hände gefallen. Doch er kann sich nach Pakistan absetzen. Der Al-Kaida-Führer sollte für fast zehn Jahre der bleiben. Er kann sich dem Zugriff der US-Truppen und -Geheimdienste immer wieder entziehen. Am 20. Juni 2005 sagt CIA-Chef Porter Gos gegenüber dem Magazin «Time», er wisse, wo Bin Laden stecke. Geschnappt wird der Terrorfürst dennoch nicht. Auf Hinweise zum Verbleib des Al-Kaida-Führers setzt der US-Senat im Juli 2007 ein aus. Mehrmals meldet sich der Terrorfürst per so etwa am 7. September 2007. Er erwähnt darin unter anderem den damals frisch gewählten französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy, um die Aktualität des Videos zu beweisen. Nach Bin Ladens Tod steigt die langjährige zum neuen Führer der Al Kaida auf, ... ... – und damit zum meistgesuchten Terroristen der Welt.

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Al Kaida-Chef Osama Bin Laden war nach Angaben der US-Regierung nicht bewaffnet, als er von US-Spezialkräften bei einem Einsatz in Pakistan getötet wurde. Bin Laden habe keine Waffe bei sich gehabt, erklärte der Pressesprecher des Weissen Hauses, Jay Carney, am Dienstag. Um Widerstand zu leisten brauche man aber keine Schusswaffe. So seien andere Männer in dem Anwesen bewaffnet gewesen und hätten Widerstand geleistet.

Carney bekräftigte, dass das Ziel des Einsatzes die Festnahme und nicht die Tötung Bin Ladens gewesen sei. Wegen des «grossen Widerstandes» sei der Al-Kaida-Führers aber erschossen worden. Zunächst hatten ranghohe Vertreter der US-Regierung den Eindruck erweckt, Bin Laden habe sich bei der Kommandoaktion in der Stadt Abbottabad gewehrt und auch selbst geschossen.

Pakistan in der Kritik

Nach der Tötung des Terroristenchefs werden unterdessen immer mehr Zweifel an der Rolle Pakistans laut. Nun rückt auch die Frage ins Zentrum, wie der Al Kaida-Chef jahrelang unbemerkt dort leben konnte. Die pakistanische Regierung verwehrt sich gegen Vorwürfe der Terrorunterstützung.

Es sei «unvorstellbar», dass sich Bin Laden ohne Hilfe längere Zeit in Pakistan habe verstecken können, sagte der Anti-Terror- Berater von US-Präsident Barack Obama, John Brennan, am Montag.

In Gesprächen mit der pakistanischen Regierung werde nachgefragt, wie der Anstifter der Anschläge vom 11. September 2001 «5 bis 6 Jahre» unbehelligt in einem befestigten Anwesen kaum zwei Autostunden von der Hauptstadt Islamabad leben konnte.

Auch Mitglieder des US-Kongresses pochten auf Aufklärung und stellten Finanzhilfen für Pakistan infrage. Wie zuvor schon Aussenministerin Hillary Clinton sah Brennan jedoch davon ab, Schuldvorwürfe gegen die pakistanische Regierung zu erheben. Islamabad sei «ein starker Partner» im Kampf gegen den Terrorismus, sagte er.

Risse in der Anti-Terror-Allianz

Die pakistanische Regierung kritisierte das eigenmächtige Vorgehen der USA bei dem Einsatz unterdessen scharf. Das Aussenministerium sprach von einem «unautorisierten» Einsatz. Viele Pakistaner reagierten empört und erklärten, die Souveränität des Landes sei durch den Alleingang der Amerikaner verletzt worden.

Präsident Asif Ali Zardari wies Anschuldigungen zurück, sein Land habe nicht genug zur Ergreifung Bin Ladens getan. So habe die Identifizierung eines Al-Kaida-Kuriers durch pakistanische Dienste den Einsatz erst möglich gemacht.

Zardari musste allerdings einräumen, dass der Zugriff nicht gemeinsam mit den US-Truppen durchgeführt wurde. Islamabad wurde vielmehr erst informiert, als Bin Laden tot und das US-Kommando wieder in Afghanistan gelandet war. Die USA hätten Pakistan aus Angst vor Verrat nicht vorab informiert, sagte CIA-Chef Leon Panetta am Dienstag dem US-Magazin «Time».

Obama verfolgte Aktion live

Die Elitesoldaten der Navy SEALS waren in der Nacht zum Montag mit vier Helikoptern aus Afghanistan eingeflogen. Obama und sein Stab verfolgten den Einsatz unter dem Decknamen «Geronimo» per Videoübertragung im Lagezentrum des Weissen Hauses.

Bei der Kommandoaktion wurden laut US-Regierungskreisen mehrere Computer-Laufwerke, DVDs und Dokumente gefunden. Die USA hoffen nun auf neue Erkenntnisse über die Pläne des Terrornetzwerkes.

Publikation von Fotos umstritten

Offen ist weiterhin, ob die USA Fotos des getöteten Al-Kaida- Chefs veröffentlichen werden. Mehrere US-Abgeordnete äusserten die Befürchtung, dass der Tod Bin Ladens geleugnet werden könnte, wenn die USA nicht ausreichende Beweise vorlegten.

Präsident Obama und seine Mitarbeiter wollen jedoch offenbar nicht die islamische

(sda/dapd)