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AKW-Ausstieg
26. Mai 2011 17:26; Akt: 26.05.2011 17:39 Print
«Endlich ein guter Grund, Strom zu sparen»
von J.Pfister/M. Gilliand - Die Debatte um die Zukunft der AKW hat die Schweizer in den letzten Wochen bewegt. Nach dem Entscheid des Bundesrats sind viele erleichtert, wie unsere Video-Umfrage zeigt.
Die Atomkatastrophe in Japan hat bei der Schweizer Bevölkerung Spuren hinterlassen. Am Sonntag marschierten über 20 000 Menschen gegen die Atomkraftwerke auf. Und in einer nicht repräsentativen Web-Umfrage von 20 Minuten Online vom März fanden 57 Prozent, der Ausstieg aus der Atomenergie müsse jetzt endgültig und definitiv beschlossen werden.
Bildstrecken AKW in der Schweiz und der Widerstand dagegenTschernobyl und die SchweizAKW-Gegner demonstrieren in Kleindöttingen Infografik Timeline: Super-GAU in FukushimaDer Entscheid der Landesregierung vom Mittwoch, mittelfristig aus der Atomenergie auszusteigen, freut deshalb die meisten Leute auf der Strasse (siehe Video): «Ich bin überrascht über den Beschluss und sehr glücklich, dass sich der Bundesrat dazu durchgerungen hat», meint eine Befragte. Ein älterer Herr begrüsst den schrittweisen Ausstieg, hat aber Zweifel, dass dieser tatsächlich bis ins Jahr 2034 umgesetzt wird. «Es dauert bestimmt länger», glaubt er.
Soziale Komponente
Andere Bedenken äussert ein junger Mann: «Atomenergie ist günstig, andere Energien teurer. Die steigenden Kosten könnten gerade für die Menschen in den unteren und mittleren Bevölkerungsschichten zum Problem werden.»
Ein anderer Befragter sieht in den steigenden Kosten eher eine Chance. «Ohne Atomkraft macht man sich endlich Gedanken, woher die Energie aus der Steckdose kommt und wie man Strom sparen kann.» Dass die Stromreduktion im eigenen Haushalt aber nicht immer leicht ist, weiss eine weitere Befragte: «Nach Fukushima habe ich darauf geachtet, mehr Lichter zu löschen. Leider wird man schnell wieder nachlässig.»
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Alle 84 Kommentare































Verantwortung
Alternativen zu AKW,Solarenergie,Windräder, doch das verhindert ja, der Heimatschutz und der Naturschutz. Sommerzeit, ab sofort einstellen, denn man sparrt da keinen Franken.Jeder einzelne ist für den Stromverbrauch verantwortlich,doch was heisst heute schon Verantwortung??? Veranwortung heisst an die Zukunft unserer Kinder- deren Nachkommen zu denken!!!
zu spät
wir haben jezt schon riesige mengen atomaren müll. und der utopische gedanke das man irgendwo bestimt ein sicheres endlager findet und dan für immer ruhe hat ist blödsinn. selbst unsere urenkel werden die afälle immer noch kontrolieren und sichern müssen. eine typische "nach mir die sindflut" einstellung.
@ tomas rupp
Das ist eben das, was uns die Linken glauben machen wollen, dass wir unmengen atomaren Müll haben. Ich wohne in der Nähe vom Zwilag - der grösste Teil der Halle ist leer, nur in einer Ecke stehen ein paar Fässer. Zwilag heisst übrigens Zwischenlager AG..... Die Bewohner des Kanton AG leben mit AKW und Zwilag - und kennt sich aus, weil sie immer wieder informiert werden, was geht. Ich bin mir bewusst, dass das in vielen Teilen der CH nicht so bekannt ist.
Wieder falsch
Die Nagra rechnet mit Atomamüll vom ca. 100'000m3. Nein das ist nicht viel. Nur eine Halle mit den Massen 100x100x10m. Das meiste liegt wohl noch in den Abklingbecken der AKWs!
@ dixi
Nicht ganz - das meiste sind Vorräte, dh. noch gar nicht genutzte Brennstäbe.
AKW, Ja gerne, ABER
Ich persönlich bin ein Atombefürworter. Trotzdem stört es mich nicht, wenn die Schweiz ein Atomfreies Land sein will, ABER: Ich WILL NICHT auf eine warme Dusche am Morgen, auf den Haartrockner oder meine elektronischen Gadgets verzichten. Wenn durch Effizienzsteigerung bei Geräten (NICHT Leistungseinschärnkung), dem guten Willen das Licht nach Benutzung zu löschen und alle Geräte abzustellen (kein Standye) genug Strom für einen AKW verzicht gespart werden kann, absolut topp. Sonst eher Flopp. Interessant für Mitdiskutierende: ITER. Es handelt sich einen Fusionsreaktor. Einfach mal googeln :)
@ Reto Stadelmann
ITER habe ich schon mal gegoogelt. Ist ein Versuchsreaktor, der im Bau ist. Bis diese Technik voll nutzbar ist dauert es noch eine Weile. In dieser Zeit sollte man also die AKW noch nutzen. Ich bin nicht dagegen, etwas zu ändern - aber das muss geplant und durchdacht sein. Schnellschüsse bringen nichts - ausser Kosten natürlich.
Bravo !
Mit Abstand die beiden besten Kommentare die ich bis jetzt über dieses Thema in dieser Kommentarliste gelesen habe.
Antwort
Ja bis ITER so weit ist, dauer es noch ein Weilchen, aber ich gehöre zu den Technikgläubigen. Ich hoffe und vertraue also in das Projekt. @Eidgenosse Naja, solche Themen sind immer emotional geführt, was ich noch nie verstanden habe. Man muss sich doch nur zuhören und Anstand und Respekt vor anderen Diskutierenden wahren. Aber leider können das nicht immer alle -.-
ITER - Bringt er was?
Ein Nachweis, dass Kernfusion zur Energiegewinnung überhaupt wirtschaftlich genutzt werden kann, steht bislang noch aus. Auch bei der Kernfusion entstehen Strahlenabfälle . Tatsächlich wird der Behälter, in dem die Kernverschmelzung stattfindet, durch die Reaktion verstrahlt. Er muss nach Betriebsende ähnlich wie der Abfall aus Kernkraftwerken entsorgt und sicher gelagert werden. Nach 100 Jahren ist jedoch nur noch ein Bruchteil der Strahlung vorhanden. Ich würde mal sagen: Unsere Entwicklung sollte unabhängig von ITER verfolgt werden!