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Leuthard zum Atomausstieg
15. April 2011 12:31; Akt: 15.04.2011 13:20 Print
«Zuerst denken, dann sprechen»
Energieministerin Doris Leuthard plädiert in der Atomausstiegsdebatte nach wie vor dafür, keine übereilten Entscheide zu fällen.
Der Bundesrat werde sich Ende Mai zum allfälligen Atomausstieg äussern, sagte Leuthard am Freitag. Sie verfolge den Grundsatz «zuerst denken, dann sprechen», sagte die Energieministerin am Rande einer Veranstaltung zum Jahr des Waldes in Wynau BE. Dass die Mehrheit der CVP-Fraktion einen Vorstoss für den Ausstieg aus der Atomenergie unterzeichnet hat, kritisierte Leuthard nicht.
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Sie sei froh, wenn sich viele Parteien nun engagierten, erklärte sie. Der Bundesrat brauche aber eine Grundlage für Entscheide. Derzeit sei er dabei, diese zu erarbeiten.
«Wann, zu welchem Preis und mit welchen Konsequenzen»
Auf die Haltung der BDP und der Grünliberalen angesprochen, stellte Leuthard fest, diese Parteien hätten sich dafür ausgesprochen, «irgendwann» aus der Atomenergie auszusteigen. Es gehe aber um die Frage «wann, zu welchem Preis und mit welchen Konsequenzen».
Am Donnerstag hatte der Walliser CVP-Nationalrat Roberto Schmidt eine Motion eingereicht, die einen Ausstieg aus der Atomenergie fordert. Ein Datum wird in dem Vorstoss nicht genannt: Die Atomkraftwerke sollen «gestaffelt» vom Netz gehen. Zudem sollen keine neuen Atomkraftwerke gebaut werden.
(sda)
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Alle 37 Kommentare






























Mehr Besonnenheit
Die Diskussionen verlaufen meiner Meinung nach völlig falsch. Die Frage die wir uns stellen müssen ist wieviel Strom brauchen und wollen wir. Wenn diese Frage geklärt ist, können wir entscheiden ob bspw. ein neues AKW gebaut werden soll (womit man 2 ältere AKWS dank neuer techn. abschalten könnte) oder nicht. Blindlings zu schreien Atomstrom Nein Danke ist reichlich naiv. Und bevor hier alle schreien aaaaaallllternative Energien..... klar wäre es toll wenn all unsere maschinen und fabriken mit sonne/erdwärme/biomasse laufen würden. zur Zeit ist dies einfach nicht möglich.
anmerkung
Ich möchte zudem noch anfügen, dass der Cleantech-Markt durch potentielle Investoren geradezu überrant wird. Sprich, der Markt für alternative Energien ist schon jetzt mit reichlich Cash versorgt. Einige Wirtschaftsblätter (bspw. Handelsblatt, Privat Equity) sprechen gar von einer Überhitzung des Marktes. Der Ball liegt also auch beim Nachfrager nach Strom.
Schon wird laut in der Öffentlichkeit
über Energie nachgedacht, und Herr Oettinger DE, will das grosse Geschäft mit der Schweiz machen - also vom Denken noch weit entfernt.
Zurück zum gesunden Menschenverstand
Traurig genug, erst Fukoshima hat den gesunden Menschenvertand in Sache Energieversorgung, Abhängigkeiten und existenzielle Risiken etc., wieder Oberhand nehmen lassen. Hoffentlich merken das endlich auch unsere Politiker und hören mehr auf das Volks als ihre Einflüsterer im Hintergrund. Und das nicht nur vor Wahlen!