Ersatz-Kernkraftwerk

29. Dezember 2009 14:44; Akt: 29.12.2009 14:46 Print

BKW und Mühleberg grundsätzlich einigBKW und Mühleberg grundsätzlich einig

Der bernische Energiekonzern BKW kommt mit seinen Planungen für ein Ersatz-Kernkraftwerk in Mühleberg voran. Bei den Fragen zur Erschliessung des Baugrunds hat sich der Konzern mit der Gemeinde Mühleberg grundsätzlich geeinigt.

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Konkret geht es darum, wo beispielsweise Zufahrtsstrassen oder das «Arbeiterdorf» gebaut werden dürften, wie BKW-Sprecher Sebastian Vogler am Dienstag auf Anfrage sagte. Die ersten Vorschläge waren bei der Bevölkerung noch auf Kritik gestossen.

Daraufhin suchte die BKW das Gespräch mit den Interessengruppen aus der Region und erarbeitete mit ihnen eine gemeinsame Empfehlung an den Gemeinderat Mühlebergs. Dieser nahm Mitte Dezember zu den verschiedenen Lösungsvorschlägen Stellung, wie die BKW am Dienstag weiter mitteilte.

Demnach befürwortet die Gemeinde eine Siedlung für die Bauarbeiter an der östlichen Grenze Mühlebergs. Der Logistikplatz soll südlich der Autobahn im Gebiet Stöck-Bergacher-Grabematt zu stehen kommen. Für die Erschliessung des Bauplatzes ist der Gemeinderat mit einem Tunnel im Gebiet der alten ARA/Neumatt einverstanden.

Zu den offenen Punkten zählen etwa die genaue Lage des Anschlusses zur Autobahn oder die Position des Tunnelportals. In einem nächsten Schritt geht es deshalb für die BKW darum, die von der Gemeinde Mühleberg befürwortete Variante zu verfeinern.

Langwierige Verfahren

Geht es nach dem Energiekonzern, könnte das Ersatz-Kernkraftwerk ungefähr im Jahr 2025 ans Netz gehen. Vor einem Jahr hatte die BKW dafür ein Rahmenbewilligungsgesuch eingereicht.

Dazu dürfte im Kanton Bern eine konsultative Abstimmung durchgeführt werden. Auf eidgenössischer Ebene könnte eine Abstimmung frühestens Ende 2013 statt finden. Anschliessend folgen die Bewilligungsverfahren für Bau und Betrieb.

Das Kernkraftwerk, das gegenwärtig in Mühleberg in Betrieb ist, dürfte in den Jahren ab 2020 altershalber vom Netz gehen. Erst vor rund einer Woche erhielt das Atomkraftwerk mit Baujahr 1972 vom UVEK eine unbefristete Betriebsbewilligung.

(sda)