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Beznau-Ersatz
09. März 2010 13:48; Akt: 09.03.2010 14:02 Print
Aargau will AKW ohne Dampffahne
Keine Flusswasserkühlung, keine Dampffahne: Unter diesen Vorbedingungen startet der Kanton Aargau das Richtplanverfahren für das geplante neue AKW auf der Aareinsel Beznau in der Gemeinde Döttingen.
Der Aargauer Regierungsrat fordert, dass das Kühlsystem so auszulegen sei, dass keine störende Dampffahne entstehen könne. Eine direkte Flusswasserkühlung sei ausgeschlossen, geht aus den am Dienstag vom kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) veröffentlichten Unterlagen hervor. Ein Teil der AKW-Abwärme soll für das seit 1983 bestehende regionale Fernwärmeprojekt genutzt werden, wie es es in den Planungsgrundsätzen weiter heisst.
Die bestehenden flusswassergekühlten Atomrektoren Beznau I und II sollen ersetzt werden.(Bild: Keystone)
Das von der Axpo geplante Ersatz-AKW für die beiden flusswassergekühlten Atomrektoren Beznau I und II sieht im Rahmenbewilligungsgesuch einen so genannen Hybridkühlturm vor. Im rund 60 Meter hohen Turm soll die feuchte Luft abgetrocknet werden. Dieses Verfahren verhindert weitgehend, dass eine Dampffahne entsteht.
AKW in Landschaft einpassen
Allfällige finanzielle Abgeltungen der Standortvorteile sollen gemäss Regierungsrat zugunsten der regionalen Gemeinden ausgerichtet werden. Das Ersatz-AKW müsse sich architektonisch «bestmöglich im die Aarelandschaft» einpassen.
Falls neue Freileitungen für die Stromabfuhr notwendig sind, soll die bestehende Netzinfrastruktur gesamthaft optimiert wird. Auch will der Regierungsrat, dass auf die in einem Betriebsreglement des Flughafens Zürich festgelegte Flugroute über die Insel Beznau verzichtet wird.
Der Kanton schickt die Anpassung des Richtplans am kommenden Montag an in eine Vernehmlassung, die bis zum 14. Juni dauert. Jedermann ist zu Einwendungen und Vorschlägen berechtigt. Über den Richtplan, bei dem es nicht um Sicherheitsfragen geht, wird letztlich das Kantonsparlament entscheiden.
Drei Gesuche für neue AKW
Der Energiekonzern Axpo hatte im Dezember 2008 über die Planungsgesellschaft Resun AG das Rahmenbewilligungsgesuch für ein neues AKW in Beznau beim Bundesamt für Energie (BFE) eingereicht. Geplant ist auf der Aareinsel ein Leichtwasserreaktor mit einer Leistung von 1450 Megawatt (MW).
Beim BFE liegen auch die Rahmbewilligungsgesuche der BKW für ein neues AKW in Mühleberg BE und der Alpiq in Gösgen SO. Der Bundesrat wird über die insgesamt drei Gesuche frühestens Mitte 2012 entscheiden.
Ein vom Bundesrat bewilligtes Rahmenbewilligungsgesuch benötigt die Zustimmung des Parlamentes. Eine eidgenössische Referendumsabstimmung über ein neues AKW wird gemäss BFE frühestens Ende 2013 stattfinden.
Neues Wasserkraftwerk geplant
Gleichzeitig mit dem Richtplanverfahren für das neue AKW eröffnet der Kanton die Vernehmlassung zum neuen Wasserkraftwerk auf der Insel Beznau. Ein Neubau soll das Hydraulische Kraftwerk Beznau (HKB), das aus dem Jahr 1902 stammt, ersetzen.
Die Axpo sieht vor, das bestehende Zentralgebäude abzureissen und im bestehenden Oberwasserkanal ein neues Wasserkraftwerk zu erstellen. Der Energiekonzern rechnet mit einer Steigerung der Jahresenergieproduktion von 16 Prozent auf 160 Millionen Kilowattstunden (kWh).
(sda)
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Alle 12 Kommentare































Einwendungen gegen AKW im Niederamt
Sehr geehrte Redaktion Gegen das geplante Atomkraftwerk im Niederamt werden bis zum 7. Juli 2010 Einwendungen eingereicht. Der NWA Schweiz (Nie wieder Atomkraftwerke Schweiz) bietet Textbausteine an, welche für die Einwendungsformulare verwendet werden können. Mit freundlichen Grüssen Evelyne Marti
AKW.
wenn eine Dampffahne aus dem Kühlturm jemand stört,ist diesen Leuten nicht zu helfen,denn dann müsste diese die Wärme aus dem Radiator auch auf die Nerven gehen.
Im Ausland
Da Staudämme auch nicht versichert werden, dürfte das mit Wasserkraft schwierig werden. Nebenbei weiss ich nicht wie das in der Schweiz genau läuft, aber im Ausland haftet einfach der Betreiber für die finanziellen Folgen eines Unfalls.