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Atom-Ausstieg
26. Mai 2011 07:00; Akt: 26.05.2011 10:20 Print
Das Volk hat das letzte Wort
von Lukas Mäder - Nach dem Entscheid des Bundesrats, schrittweise aus der Kernenergie auszusteigen, ist das Parlament am Zug. Vermutlich werden zum Schluss die Stimmberechtigten entscheiden.

Wann der Atom-Ausstieg der Schweiz tatsächlich kommen wird, ist noch völlig unklar - trotz des bundesrätlichen Entscheides: Im Bild das AKW Gösgen. (Bild: Keystone)
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Der Beschluss des Bundesrats tönt eindeutig: Die Schweiz soll mittelfristig aus der Atomenergie aussteigen. Neue AKW wird es in der Schweiz keine geben. Doch der Eindruck täuscht. Denn der Bundesrat hat in dieser Frage keineswegs das letzte Wort.
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Die Forderungen des Parlaments will Energieministerin Doris Leuthard in die Gesetzesänderungen einfliessen lassen, die der Bundesrat nun vorbereitet. Wie die konkrete Umsetzung des bundesrätlichen Entscheides auf Gesetzesebene aussieht, sei derzeit noch unklar, sagte die Bundesrätin am Mittwoch. Bis in einem Jahr, im Sommer 2012, soll laut Leuthard ein Entwurf vorliegen, der dann in die Vernehmlassung geht. Rund ein Jahr später will der Bundesrat dem Parlament die Botschaft vorlegen.
Die folgende parlamentarische Arbeit dürfte nochmals Monate dauern. «Diesen Prozess kann der Bundesrat nur minimal beeinflussen», sagt Leuthard. Und wenn die Gesetzesänderung beschlossen ist, kann erst noch dagegen das Referendum ergriffen werden. Das Volk hätte das letzte Wort – wahrscheinlich irgendwann nach 2015. Somit wird klar, dass der eigentliche Entscheid über den Atom-Ausstieg der Schweiz noch Jahre auf sich warten lässt.
«Keine grundsätzliche Opposition»
Der lange politische Weg bietet nicht nur reichlich Raum, die energiepolitische Zukunft der Schweiz zu gestalten, sondern auch die Möglichkeit, den endgültigen Entscheid zu verzögern. Letzteres hängt vom Willen der grossen Parteien ab. Ob die atomfreundlichen Parteien FDP und SVP am Ausstieg mitarbeiten werden, ist derzeit noch schwierig abzuschätzen. «Die FDP wird keine grundsätzliche Opposition betreiben», sagt Leutenegger. Obwohl die Partei bedaure, dass der Bundesrat die Türe für neue Kernkrafttechnologien zuschlägt. Dennoch wolle die FDP mitarbeiten, um bei den Energiegesetzen Marktmechanismen zu verankern. «Der Ersatz der bestehenden Kernkraftwerke ist mit der heutigen Technologie kein Thema mehr», sagt Leutenegger. Vielmehr gehe es nun um die Versorgungssicherheit im Winter.
Dass die eigentliche Atom-Debatte erst begonnen hat, steht für die SVP ausser Frage. «Wir müssen uns auf einen längeren Prozess einstellen», sagt Generalsekretär Baltisser. Wie stark die Opposition der SVP sein wird, ist noch offen. «Der Bundesrat hat erst einen Grundsatzentscheid gefällt, ohne dass die konkreten Massnahmen bekannt sind.» Baltisser schliesst nicht aus, dass die SVP gegen die endgültigen Gesetzesänderungen das Referendum ergreifen könnte: «Das ist unter Umständen eine Möglichkeit.» Er bedauert denn auch, dass nicht das Volk über einen Atom-Ausstieg befinden konnte.
Kein Rückzug der Initiative
Die Chancen stehen allerdings gut, dass das Volk noch über die Zukunft der Atomkraft in der Schweiz abstimmen kann. Die Grünen sammeln seit wenigen Tagen für ihre Atomausstiegsinitiative – und wollen diese keineswegs zurückziehen. «Ein Rückzug ist derzeit kein Thema», sagt der Grüne Nationalrat Geri Müller. Die Initiative sei keineswegs überflüssig, weil die Umsetzung des Bundesratsentscheids noch völlig offen ist. Bis die Ausstiegsinitiative an die Urne kommt, dauert es jedoch ebenfalls noch einige Jahre. Faktisch gibt es deshalb in der Schweiz bereits jetzt ein Moratorium in der Atom-Frage – wie es FDP und die Wirtschaft in den letzten Tagen gefordert haben.
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Alle 210 Kommentare





























Popularistischer Bundesrat
Die Schweizer Politik ist naiv und popularistisch geworden. Der Ausstieg ist nur dank den Wahlen im Herbst zustande gekommen. Wasserkraftwerke sollen nicht erhöht werden da sie die Natur zerstören. Windkraftwerke verschanden das Lanschaftsbild sowie Solarpanels auch. Was bleibt dann noch Gas und Kohle NEIN DANKE! Die Schweiz muss toleranter gegenüber eneuerbarer Energie werden, wenn wir von der Atomenergie abkommen wollen.
Wichtigtuerei vor den Herbst-Wahlen 2011
Das Atom-Ausstieg-Thema sollte erst nach den Herbst-Wahlen 2011 geführt werden, wenn auch mehr Tatsachen auf dem Tisch sind. Die Politiker wollen nur eins, sich für die Wahlen 2011 in Position zu bringen und reden nur wirre Sachen, die gar nicht durchdacht sind.
Nach den Wahlen werden sie sachlich
Hanspeter stimme ich 100 % ig zu. Dieser Anti AKW Marsch soll in einer open air Atmosphäre stattgefunden haben. (so stand es in der Zeitung) Naturlich solche action darf man nicht verpassen. Doch die Meinung kann schnell ändern, wenn es im Winter kalt wird und regional das Netz zusammenbricht. Also nur mit der Ruhe.
Blödsinn
Da bricht kein Netz zusammen. Die Marschrichtung stimmt und wird beibehalten.
Unmöglich
Ich finde es toll das hier so fleissig diskutiert wird. Aber warum heulen alle so rum mal ernsthaft... Also ein paar Leute hier sagen es ist unmöglich eine sicher Stromquelle zu finden, es ist ja auch unmöglich das der Atommüll mal nützlich sein könnte und es ist unmöglich ohne KKWs zu leben. Also verstehen sie mich nicht falsch ich finde KKWs nützlich das wars auch schon. Aber mal paar beispieleVor 200-300 jahren war es unmöglich: zum mond zu fliegen oder überhaupt zu fliegen es war unmöglich schneller als 80 sich fortzubewegen und so weiter und so fort. NA VERSTANDEN?^^
Du sagst es.
NÖ.^^