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Atomausstieg
19. Juni 2011 00:24; Akt: 19.06.2011 10:59 Print
Denkmalschutz für eingemottete AKW denkbar
Kein Aprilscherz: Die Denkmalpflege will beim Abbruch der Schweizer Atomkraftwerke mitreden. Denn die Meiler könnten als Zeitzeugen als erhaltenswert eingestuft werden.

Bereits im Kunstführer und vielleicht bald unter Denkmalschutz: Das AKW Gösgen. (Bild: Keystone)
«Es ist nicht zum vornherein klar, dass der Ausstieg aus der Atomkraft zugleich das Todesurteil für die bestehenden AKW als Bauten bedeuten muss», sagt Johann Mürner, Chef der Sektion Heimatschutz und Denkmalpflege im Bundesamt für Kultur, der «NZZ am Sonntag». «Denn es ist theoretisch denkbar, dass auch einzelne Elemente eines AKW in Zukunft als Zeitzeugen denkmalpflegerisch erhaltenswert sein könnten. Ich denke dabei an die markanten Kühltürme in Gösgen und Leibstadt.»
Ein Denkmal müsse nicht mehr unbedingt baulich schön sein, auch «ein Zeuge einer Epoche» komme als Denkmal in Frage. Und das wären die Meiler der AKW, wenn die Schweiz dereinst aus der Atomkraft ausgestiegen ist. Ähnlich äussert sich der Solothurner Denkmalpfleger, Stefan Blank im Blatt: «Das ist eine interessante Frage – die Denkmalwürdigkeit eines Kühlturms als Monument müsste man sicher prüfen.»
Tatsächlich hat es das AKW Gösgen bereits zu einer Erwähnung in Band III des «Kunstführers durch die Schweiz» gebracht.
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