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Castor-Transport
16. Dezember 2010 15:10; Akt: 16.12.2010 22:10 Print
Der Atommüll ist am Ziel
Der Castor-Zug mit rund 2500 hochradioaktiven Brennstäben hat sein Ziel im deutschen Lubmin erreicht. Er war rund sechs Stunden lang durch Proteste blockiert.

Von Hundertschaften der Polizei überwacht, blockierten Atomkraftgegner die Geleise nach Lubmin. (Bild: Keystone)
Am Donnerstag gegen 21.50 Uhr kam der in Cadarache (Frankreich) gestartete Atommülltransport am stillgelegten Kernkraftwerk Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern an. Für die 1500 Kilometer lange Strecke benötigte der Zug nahezu 50 Stunden. Laut ursprünglichem Zeitplan hätte der Transport nur 40 Stunden dauern sollen.
Der Castor-Zug wartet während eines technischen Halts bei Rostock auf die weiterfahrtt nach Lubmin.(Bild: Keystone)
Zuvor war die letzte Blockade auf der Bahnstrecke beseitigt worden. Zwei Aktivisten von Robin Wood hatten sich mit einer Betonkonstruktion an die Schienen angekettet und für eine sechsstündige Verspätung des Zuges gesorgt.
Die in einem von der Polizei abgesperrten Sicherheitsbereich stehenden vier Castor-Waggons sollten nach Angaben der Energiewerke Nord (EWN) nach der Ankunft in Lubmin auf das Kraftwerksgelände und anschliessend in das benachbarte atomare Zwischenlager Nord (ZLN) rangiert werden.
Aktivisten ketten sich an Gleisbett
Atomkraftgegner hatten den letzten etwa 20 Kilometer langen Streckenabschnitt ab Greifswald mit diversen Protestaktionen blockiert. Zwei Aktivisten der Aktionsgemeinschaft Robin Wood hatten sich mit einer Betonkonstruktion im Gleisbett festgekettet. Der Mann und die Frau hatten sogenannte Armröhren zum Festketten benutzt.
Zuvor waren bereits mehrere Aktionen der Atomkraftgegner durch die Polizei beendet worden. Dazu gehörte eine Sitzblockade von mehr als 250 Demonstranten nahe Lubmin, eine Kletteraktion auf Bäumen nahe der Bahnstrecke sowie von einer Brücke, die über die Castor-Strecke verläuft.
(dapd)



























