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Atomkraft in der Schweiz
19. April 2011 11:06; Akt: 19.04.2011 13:18 Print
Japan-Szenarien schon 2010 diskutiert
Der Bund hat bereits vor der Fukushima-Katastrophe das Szenario von Wasserstoffexplosionen in Betracht gezogen. Ein Experte warnte vor zündfähigen Gemischen.
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Umstrittene Atomenergie
Die Eidgenössische Kommission für nukleare Sicherheit (KNS) hat sich im vergangenen Jahr unter anderem mit möglichen Wasserstoffexplosionen in einem AKW-Sicherheitsbehälter und Evakuierungen bei schweren Störfällen befasst - beides Themen, die seit Fukushima aktueller sind denn je.
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Die Thematik der Wasserstoffexpolsionen sei auch für jene Reaktortypen von Bedeutung, die für neue Kernkraftwerke in der Schweiz zur Diskussion stehen, heisst es in dem am Dienstag veröffentlichten KNS-Tätigkeitsbericht 2010.
Die KNS liess sich 2010, also lange vor der Atomkatastrophe in Japan, durch einen Experten über den neuesten Stand der Analyse von Wasserstoffexplosionen informieren. Der Experte habe darauf hingewiesen, dass stark gegliederte Sicherheitsbehälter die lokale Bildung von zündfähigen Gemischen begünstigen können.
Kaum Zeit für Evakuierungen
Auch mit Evakuierungen in Störfällen befasste sich die KNS im vergangenen Jahr und setzte dazu auch eine Arbeitsgruppe ein, wie aus dem Jahresbericht weiter hervorgeht. Diese kam zum Schluss, dass nur bei einem kleinen Teil von Szenarien mit Kernschädigung und direkter Freisetzung von Radioaktivität genügend Zeit zur Evakuierung der Bevölkerung vorhanden wäre.
Schwerpunkte der KNS-Tätigkeit waren im vergangenen Jahr allerdings die Vorschläge für Standortgebiete für geologische Tiefenlager und die inzwischen sistierten Rahmenbewilligungsgesuche für neue Atomkraftwerke.
Für die Bearbeitung von grundsätzlichen Fragen der nuklearen Sicherheit sei praktisch keine Kapazität geblieben, stellt die KNS allerdings auch fest. So konnten beispielsweise zum Thema «Aufsicht im Bereich der Sicherheitskultur» keine wesentlichen Fortschritte erzielt werden. Eine Änderung dieser Situation sei derzeit nicht absehbar.
Die siebenköpfige KNS ist eine ständige ausserparlamentarische Kommission. Sie berät den Bundesrat, das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) sowie das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) in Fragen der nuklearen Sicherheit von Kernanlagen.
(sda)


























