Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Atomdebatte
12. Mai 2011 20:53; Akt: 12.05.2011 20:59 Print
Keine Einigung über AKW-Stresstests
Bei den Beratungen über Stresstests für Atomreaktoren hat die EU noch keine Einigung erzielt. «Inhalt ist wichtiger als Timing», sagt EU-Kommissar Günther Oettinger.
-
Atomdebatte: Die Schweiz will nicht auf die EU warten
-
Erneuerbare Energien: In der Solarindustrie rumort es
-
Grimsel-Ausbau: Umweltverbände bleiben bei ihrer harten Linie
-
Atomdebatte: SVP verknüpft Atomfrage mit Einwanderung
-
Wahlen: In der Schweiz spielt kein Fukushima-Effekt
- Dossiers
-
Umstrittene Atomenergie
EU-Kommissar Günther Oettinger habe die Beratungen mit Vertretern der 27 EU-Länder um eine Woche vertagt, teilte seine Sprecherin in Brüssel mit. Am Donnerstag und Freitag nächster Woche will der deutsche Kommissar erneut mit Vertretern der Europäischen Gruppe für nukleare Sicherheit und Abfallentsorgung (ENSREG) zusammenkommen.
Bildstrecken AKW in der Schweiz und der Widerstand dagegenDer Super-GAU in TschernobylTschernobyl und die Schweiz Infografik So wirkt radioaktive Strahlung auf den KörperRadioaktive Wolke über EuropaSo läuft eine Kernschmelze ab Video
Japan hält an Atomkraft fest
Neues Video aus Atomkraftwerk FukushimaJapanern vergeht der Appetit auf Fisch
«Inhalt ist wichtiger als Timing. Die Öffentlichkeit erwartet glaubwürdige Tests, die alle Risiken und Sicherheitsbedenken umfassen», sagte Oettinger am Rande des Treffens. Bei den Gesprächen am Donnerstag habe es Fortschritte gegeben.
Konsens bestand laut EU-Kreisen darüber, dass die Tests Naturkatastrophen wie Erdbeben und Hochwasser sowie extreme Kälte- und Wärme-Szenarien berücksichtigen sollten. Oettinger zeigte sich zuversichtlich, umfassende Stresstests der 143 europäischen Atommeiler durchsetzen zu können.
Die Tests sollten dabei auch das Risiko von Flugzeugabstürzen, Terroranschlägen und menschlichem Versagen umfassen, sagte der Kommissar dem «Handelsblatt» vom Freitag. Frankreich und Grossbritannien hatten zunächst darauf bestanden, nur das Risiko von Naturkatastrophen zu untersuchen.
Frankreich sei von dieser Haltung bei den Beratungen am Donnerstag aber abgerückt, erklärte Oettinger. Von Grossbritannien habe es zwar erneut «Vorbehalte» gegen die Prüfung menschlicher Risikofaktoren gegeben, jedoch «keine förmliche Ablehnung».
(sda)


























