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Atomfabrik Majak
21. Juni 2011 17:48; Akt: 22.06.2011 10:32 Print
Was die Axpo nicht sehen darf
Die Axpo kauft Brennstäbe in Majak, darf aber nicht in die Fabrik. Weil es militärisches Sperrgebiet sei, laut Behörden. Weil Radioaktivität austrete, sagt Greenpeace. Ein Filmteam hat sich umgesehen.
Die Axpo verwendet in ihren AKWs Brennstäbe aus der russischen Wiederaufbereitungsanlage in Majak. Das musste der Energiekonzern im September 2010 aufgrund von Greenpeace-Recherchen zugeben. Die Anlage wird von Umweltorganisationen seit Jahren massiv kritisiert, die Gegend um Majak soll sehr stark radioaktiv verstrahlt sein.
Infografik Atommüll in EuropaSo wirkt radioaktive Strahlung auf den KörperDer Super-GAU von TschernobylFür den Schweizer AKW-Betreiber ist derzeit nicht restlos geklärt, ob die Aufbereitungsprozesse in Majak Mensch und Umwelt tatsächlich gefährden. Mitglieder aus der Konzernleitung und dem Verwaltungsrat der Axpo, darunter der Zürcher Regierungsrat Markus Kägi (SVP) und der Ausserrhoder Landammann Jakob Brunnschweiler (FDP), wollten deshalb Ende Juni die Anlage besichtigen.
Seit den Sowjetzeiten verseucht
Doch am Sonntag kam von der Mutterfirma des Bertreibers, dem staatlichen russischen Energiekonzern Rosatom, ein kurzfristiges Njet: Ein Besuch der Anlage sei nicht möglich, weil sich diese in militärischem Sperrgebiet befinde.
Was haben die Russen zu verbergen? Offenbar eine ganze Menge. Dies zumindest zeigt ein TV-Beitrag der Deutschen Welle vom Herbst vergangenen Jahres. Ein Team des Senders bereiste die Gegend um die Atomfabrik von Majak und stellte fest: Die radioaktive Belastung des Wassers und der Böden liegt teilweise noch Dutzende Kilometer von der Atomfabrik weg um ein Vielfaches über den zulässigen Grenzwerten. Die Krebsrate ist fünfmal höher als im übrigen Russland.
Die Kontaminierung des Gebiets begann schon vor Jahrzehnten noch zu Sowjetzeiten, die Wahrheit um Majak kommt aber erst nach und nach ans Licht.
Seit Jahrzehnten ein Problem: Die Atomfabrik Majak in einem russischen Video mit deutschen Untertiteln. Quelle: YouTube
(Mit Material der SDA)
(erf)
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Alle 24 Kommentare






























Heilig ist...
..., wer den hellsten Schein bewahrt. Lassen wirs mal gut sein. Hier wird (möglicherweise) ein tragisches Beispiel für den Umgang mit radioaktiven Material gezeigt. Mich würde zwar interessieren, von welchen Stralendosen man spricht, ob man die Kontamination genau spezifizieren kann etc., weil das bleibt wie so oft offen. Sagen wir, es sei schlimm. Ich verstehe nur den hysterischen Aufschrei nicht. Bei Öl aus dem Nigerdelta z.B. ist klar, das Landstriche fast unbewohnbar verseucht sind. Dito bei Minen in Russland. Aber die Kernenergie ist wieder mal der einzige Bumann.
Buhmann.
Genaue Angaben mit Quellen, zur Überprüfung. de.wikipedia.org/wiki/Kerntechnische_Anlage_Majak Aber auch den Uranabbau in Amerika und Australien, geschweige denn in Afrika ist sauber. Der Artikel bezieht sich halt auf Majak und ist keine Aufzählung oder Top 10. 20 min hat auch schon berichtet über: Pipelines im Nigerdelta, Olsände Kanadas, Bergspitzsprengengungen in den Appalachen. Kernenergie als einzigen Buhmann zu bezeichnen ist unhaltbar. Wenn über ein Serienkiller berichtet wird, werden ja nicht auch gleich alle anderen aufgezählt. PS. Ich bin nicht einmal Öko nur differenziert.
Wen erstaunts?
Da soll noch wer behaupten Atomstrom sei sauber, tz
SVP und FDP
Es ist ein perfektes Beispiel dafür, dass SVP und FDP auch heute noch mit den dreckigsten aller Mittel ihre Geschäfte machen. Sie riskieren gerne die Gesundheit und das Leben anderer Leute für Ihren eigenen Wohlstand.