Atomstreit

06. September 2010 19:53; Akt: 06.09.2010 19:59 Print

Iran macht immer mehr SchwierigkeitenIran macht immer mehr Schwierigkeiten

Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA hat zunehmend Schwierigkeiten bei der Überprüfung des umstrittenen iranischen Atomprogramms.

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In einem Bericht kritisieren die Atomwächter zusätzlich zu den bestehenden Problemen, dass der Iran in letzter Zeit wiederholt Atominspektoren abgewiesen habe. Diese hätten dann durch andere ersetzt werden müssen.

Auch wenn der Iran dazu das Recht habe, erschwere solch ein Verhalten die Arbeit der IAEA, sagte ein mit den Untersuchungen vertrauter Diplomat in Wien. Es brauche Zeit, neue Experten in das Land zu schicken, und setze die Inspektoren in dem Land unter Druck.

In seinem Bericht kritisiert IAEA-Chef Yukiya Amano das islamische Land auch in anderen Bereichen wegen fehlender Kooperation mit der IAEA oder der Missachtung internationaler Verpflichtungen. Entgegen des Willens des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen reicherte das Land laut Bericht inzwischen 2803 Kilo Uran niedrig an. In weiterverarbeiteter Form würde das nach Einschätzung von Experten für knapp drei Atombomben reichen.

Viele Länder verdächtigen den Iran seit Jahren, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomenergie an Nuklearwaffen zu arbeiten. Das Land bestreitet die Vorwürfe und bekräftigt stets, sein Atomprogramm nur für die Stromgewinnung und zu medizinischen Forschungszwecken zu verfolgen. Erst diesen Sommer hatten der UNO- Sicherheitsrat und die EU verschärfte Sanktionen beschlossen.

(sda)