Atomprogramm

03. Februar 2012 23:57; Akt: 04.02.2012 11:42 Print

Teheran warnt vor einem KriegTeheran warnt vor einem Krieg

US-Verteidigungsminister Leon Panetta geht davon aus, dass Israel spätestens im Juni den Iran angreifen wird. Der geistliche Führer des Iran droht den USA und Israel mit zehnfacher Vergeltung.

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Irans geistliche Führer Ajatollah Ali Chamenei warnt die USA und Israel: «Schon das Nachdenken über einen Angriff wäre für sie von Nachteil.» (Bild: Keystone)

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Im Streit um das iranische Atomprogramm wird der Ton schärfer. Der geistliche Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, warnte am Freitag die USA und Israel eindringlich vor einem Krieg.

Damit reagierte er auf Berichte aus den USA, wonach Israel schon im Frühling iranische Atomanlagen bombardieren könnte. Der Konflikt gehört an diesem Wochenende auch zu den wichtigsten Themen der Münchner Sicherheitskonferenz.

Nach Angaben der «Washington Post» geht US-Verteidigungsminister Leon Panetta von einer «starken Wahrscheinlichkeit» aus, dass Israel den Iran im April, Mai oder Juni angreift. Damit wolle Israel verhindern, dass der Iran Atomwaffen fertigstelle und für israelische Angriffe unerreichbare unterirdische Uranlager anlege.

Chamenei drohte am Freitag den USA und Israel: «Schon das Nachdenken über solche Angriffe wäre für sie von Nachteil. Das Einleiten dieser Angriffe wäre zehnmal so nachteilig für sie.»

Zugleich machte er klar, dass sich der Iran durch keine Drohungen oder Sanktionen von seinem Atomprogramm abbringen lassen werde. «Wir haben unsere eigene Art, auf solche Drohungen zu antworten», sagte Chamenei, der laut Verfassung das letzte Wort in allen Staatsangelegenheiten hat. Ins Detail ging er nicht.

Barak befeuert Spekulationen

Seit Wochen nehmen wegen des iranischen Atomprogramms die Spannungen zu. Vermutet wird, dass der Iran unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms eine eigene Atombombe entwickelt.

Israels Verteidigungsminister Ehud Barak befeuerte Spekulationen über einen baldigen Angriff mit den Worten: «Wer 'später' sagt, könnte herausfinden, dass es (für einen Angriff) schon zu spät ist.» Vize-Ministerpräsident Mosche Jaalon bezeichnete einen atomar bewaffneten Iran als «Albtraum für die freie Welt».

Israel befürchtet, dass Teheran bereits sehr bald über genügend angereichertes Uran verfügt, um eine Atombombe zu bauen. Dann könnten nur noch die USA den Iran militärisch stoppen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will offenbar verhindern, «dass das Schicksal Israels vom amerikanischen Handeln abhängt».

Ein Entscheid ist laut «Washington Post» noch nicht gefallen. Israel gehe davon aus, dass ein begrenzter Militäreinsatz möglich sei. Den Plänen zufolge könnten die Atomanlage bei Natans und andere unterirdische Anlagen das Ziel sein, hiess es. Die Anlage in Qom sei dagegen mit einem Luftangriff schwieriger auszuschalten.

Zutritt zu Anlage verwehrt

US-Präsident Barack Obama sowie Panetta versuchten seit längerem, Israel von einem Angriff abzuhalten, hiess es. Washington sei der Ansicht, ein Angriff werde die Sanktionspläne gefährden. Die USA gehen davon aus, dass die Sanktionen der internationalen Gemeinschaft das Regime in Teheran zunehmend unter Druck setzen.

Im US-Senat wird eine Verschärfung der Sanktionen angestrebt. Der zuständige Senatsausschuss einigte sich auf einen Entwurf, mit dem iranische Geldhäuser von der Teilnahme am globalen Zahlungsverkehr über den Finanzdienstleister Swift ausgeschlossen werden sollen.

Die Senatoren wollen dem Iran damit Einnahmen entziehen, mit denen nach ihrer Einschätzung die Entwicklung von Atomwaffen finanziert wird. Ende Januar verwehrte das Land nach Angaben von Diplomaten UNO-Atomkontrolleuren den Zugang zur verdächtigen Militäranlage Parchin südöstlich der Hauptstadt Teheran.

Die Experten der Atomaufsicht IAEA hätten die Anlage bei einem dreitägigen Besuch begutachten wollen, hiess es. Auf ihr Gesuch hätten die Inspektoren aber keine Antwort erhalten, sagten mehrere westliche Vertreter am Freitag.

(sda)

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  • Timo Müller am 04.02.2012 18:05 Report Diesen Beitrag melden

    Leere Drohungen

    Na ja , Saddam Hussein hat gewarnt , Ghaddafi hat gewarnt , passiert ist dann schliesslich herzlich wenig

  • D Keller am 04.02.2012 16:50 Report Diesen Beitrag melden

    Wettrüsten

    Es geht eher drum das wenn der iran an einer atombombe arbeitet das es sich im arabischen raum zu nem wettrüsten entwickeln würde,sprich andere länder dort wollen dann auch die atombombe und das versucht die USA zu unterbinden!

  • marco hausmann am 04.02.2012 16:48 Report Diesen Beitrag melden

    kriegstreiberei

    Hallo man sollte eifnach nicht ausser acht lassen das wenn es dort zum krieg kommt ein flächenbrand entseht der uns auch hier in unserer heilen schweiz erwischt, nicht im krieg sinn aber im wirtschaftlichen sinne, ölpreis usw. die herren kriegstreiber beider seiten sollte sich mal überlegen die raketen zwischen ihren beinen wegoperieren zu lassen und ihr hirn einzuschalten.