Im Berner Oberland ereignete sich am 12. Juli 2007 eines der schwersten Unglücke der Schweizer Militärgeschichte, als sechs Westschweizer Soldaten in die Tiefe stürzten.
Angehörige von Opfern eines Militärunfalls stehen in der Schweiz schlecht da. Das Verfahren ist mühsam, oft bleiben die Angehörigen auf einem Teil der Folgekosten sitzen. Das Verteidigungsdepartement prüft Verbesserungen.
Ein Besatzungsmitglied eines Rega-Rettungshelikopters, welcher bei der Evakuation der Überlebenden vom Rottalsattel die Seilwinde des Helikopters bediente, sagte dem Gericht, er gehe von einem Mitreissunfall aus.
Die Befragungen im Prozess zum Militärunglück an der Jungfrau gehen in die richtige Richtung, aber zu wenig in die Tiefe. Das finden im Gericht in Chur anwesende Angehörige der tödlich verunglückten Wehrmänner.
Ein Überlebender des Unglücks, ein heute 22-jähriger Gebirgssoldat, wurde am zweiten Prozesstag als erster Zeuge befragt. Er sagte unter anderem, der Aufstieg zum Jungfraugipfel sei eine Bewährungstour gewesen.
Das Militärgericht 7 hat am zweiten Verhandlungstag über den tödlichen Lawinenunfall an der Jungfrau in Chur die Befragung der beiden angeklagten Bergführer abgeschlossen. Sie vertraten die Ansicht, dass am Unfalltag im Juli 2007 nur mässige Lawinengefahr geherrscht habe.
Vor der verhängnisvollen Bergtour auf die Jungfrau wurde die Tour in zwei Gruppen besprochen. Dabei soll sich die Walliser-Gruppe für die Tour stark gemacht haben. Die andere Gruppe hatte Bedenken, vertraute aber auf die angeklagten Bergführer. 20 Minuten Online berichtet laufend über das Geschehen im Gerichtssaal.
Die beiden Bergführer des Bergdramas im Jungfrau-Massiv vom Juli 2007 mit sechs Toten müssen sich ab dem kommenden Montag vor dem Militärgericht in Chur verantworten.
Das von der Militärjustiz eröffnete Strafverfahren zum Lawinenunglück an der Jungfrau mit sechs toten Soldaten hat vorläufig keine Konsequenzen in der Armee.
Eine selbst ausgelöste Lawine war der Grund für das Jungfraudrama. Das Militär ermittelt gegen die Bergführer wegen fahrlässiger Tötung.
Nach dem Tod von sechs Soldaten an der Jungfrau vom vergangenen 12. Juli wird gegen die beiden Bergführer der Tour wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Ein Gutachten im Auftrag der Militärjustiz kam zum Schluss, dass die Absturzursache eine Lawine war, die höchstwahrscheinlich von den Soldaten selber ausgelöst wurde.
Karte des Unfallortes im Jungfrau-Massiv.
Sichtlich bewegt hat Bundesrat Samuel Schmid am 17. Juli 2007 in Andermatt den Angehörigen und Freunden der verunglückten Soldaten Trost zu spenden versucht.
Bei einem Unglück an der Jungfrau sind am 12. Juli 2007 sechs Angehörige der Schweizer Armee ums Leben gekommen.
Daniel Huber - Das Bergdrama an der Jungfrau 2007 und der Bootsunfall auf der Kander 2008 trafen die Schweizer Armee schwer. Die Reihe der schlimmsten Armeeunfälle seit dem Krieg begann 1946 mit einem Donnerschlag.
Am Morgen nach dem schweren Lawinenunglücks herrschte in der Mönchsjochhütte, der letzten Unterkunft der verunfallten Rekruten, eine gedrückte Stimmung. Von den Hüttengästen ist heute niemand zur Jungfrau aufgebrochen.
Ein Krieg wird wohl kaum im Jungfrau-Gebiet, wo die sechs Soldaten der Schweizer Armee in den Tod stürzten, stattfinden. Weshalb braucht die Armee Hochgebirgsspezialisten?
Lawinenunglücke im Juli, wie jenes an der Jungfrau mit sechs toten Rektuten, sind gemäss Übersicht des Eidgenössischen Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) eine Ausnahme.
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