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Jungfrau-Drama
18. November 2009 16:47; Akt: 18.11.2009 16:52 Print
Angehörige mit Befragung unzufrieden
Die Befragungen im Prozess zum Militärunglück an der Jungfrau gehen in die richtige Richtung, aber zu wenig in die Tiefe. Das finden im Gericht in Chur anwesende Angehörige der tödlich verunglückten Wehrmänner.
Die besten Fragen an die Angeklagten und die Zeugen stelle der militärische Ankläger, Auditor Maurus Eckert, sagte Eric Buchs, Vater eines verstorbenen Rekruten, am Mittwoch im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA. Aber immer, wenn es wichtig werde, höre er mit der Befragung auf. Das verwundere ihn.
Im Grossen und Ganzen verlaufe die Befragung korrekt, sagte Buchs. Im Vorfeld der Verhandlung hatte er einen «lächerlichen Prozess» befürchtet und mit seinen Aussagen viel Medienaufmerksamkeit bewirkt.
Gebirgsschulkommandant fehlt
Nach wie vor ist Buchs der Meinung, dass nicht alle für das Unglück Verantwortlichen angeklagt sind. Zumindest der Kommandant des militärischen Kompetenzzentrums für den Gebirgsdienst in Andermatt UR «müsste sich ebenfalls verantworten». Als Schulkommandant leitete dieser auch die Gebirgsspezialisten-RS, deren Rekruten verunglückten.
«Es ist seltsam, dass keine Vorgesetzten aus Andermatt da sind», sagte auch Evelyne Janz, Mutter eines der Opfer. Wenn schon nicht auf der Anklagebank, so hätte sie zumindest ihr Erscheinen im Zeugenstand erwartet. Selbst die Anwesenheit der militärischen Kader als Gäste hätte Janz als Zeichen der Anteilnahme gefreut.
Am meisten stört Buchs und Janz, dass sie im Prozess nicht als Zivilkläger auftreten dürfen. «Wir möchten so viele Fragen an die Bergführer und die Zeugen stellen», sagte Janz. Aber anscheinend hätten die Eltern der Verstorbenen keine Rechte.
(sda)





























