Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
13. Juli 2007 13:25; Akt: 18.11.2009 13:52 Print
Bergdrama: Am Tag danach wagte sich niemand auf die Jungfrau
Am Morgen nach dem schweren Lawinenunglücks herrschte in der Mönchsjochhütte, der letzten Unterkunft der verunfallten Rekruten, eine gedrückte Stimmung. Von den Hüttengästen ist heute niemand zur Jungfrau aufgebrochen.
- Dossiers
-
Drama am Berg
- Was meinen Sie?
-
Bergdrama fordert sechs Todesopfer
Die Stimmung beim «Zmorge» sei gedämpfter gewesen als üblich, sagte Hüttenwartin Heidi König. Das schwere Unglück sei natürlich auch unter den Berggängern ein Thema.
Wegen dem Unglück sei aber niemand vorzeitig abgereist. Einige der 35 Gäste hätten aber ihre Pläne geändert. Eine Gruppe von Spaniern, die eine Tour auf die Jungfrau geplant hätte, sei stattdesssen Richtung Mönch aufgebrochen.
Sie selbst sei vom Tod der sechs Rekruten, mit denen sie am Vorabend des Unglücks noch geplaudert habe, tief betroffen: «Als Hüttenwartin baut man auch zur Gästen die nur kurz bleiben eine Beziehung auf. Man muss aber auch jederzeit mit einem solchen Ereignis rechnen».
«Der ideale Tag ist es sicher nicht gewesen»
Die verunglückten Armeeangehörigen hatten die letzte Nacht vor dem Drama in der Mönchsjochhütte verbracht. In der Hütte auf 3560 Meter über Meer übernachten auch Zivilisten. Doch die Rekruten und ihre Bergführer waren die einzigen, die die Hütte verliessen und Richtung Jungfrau aufbrachen.
Aus der Sicht von Heinz Strasser, Alpinist aus Oberfranken, der ebenfalls die Nacht auf Donnerstag in der Hütte verbracht hatte, war dieser Entscheid gefährlich, wie er in der Sendung «10vor10» erklärte: «Der ideale Tag ist es sicher nicht gewesen. Nach einem Neuschneefall mit Wind, ist Schönwettertag der gefährlichste Tag.»
(sda)


























