Jungfrau-Drama

18. November 2009 21:12; Akt: 18.11.2009 22:01 Print

Opferfamilien soll bei Militärunfällen besser geholfen werdenOpferfamilien soll bei Militärunfällen besser geholfen werden

Angehörige von Opfern eines Militärunfalls stehen in der Schweiz schlecht da. Das Verfahren ist mühsam, oft bleiben die Angehörigen auf einem Teil der Folgekosten sitzen. Das Verteidigungsdepartement prüft Verbesserungen.

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Bei einem Unfall im Wehrdienst leistet die Militärversicherung Schadenersatz und nicht wie im Zivilleben eine Haftpflichtversicherung. Der Weg ist schwierig und langwierig, wie die Sendung «Rundschau» von Schweizer Fernsehen am Mittwochabend an Beispielen aufzeigte.

Andrea Cantieni, Experte für Haftpflichtrecht, sagte in der Sendung, im zivilen Leben leisteten Haftpflichtvesicherer vollen Schadenersatz. Bei Armeeunfällen zahle der Bund nur im Rahmen des Militärversicherungsgesetzes. Die dabei ungedeckt gebliebenen Kosten geltend zu machen, gerate oft zum Hindernislauf durch die Behörden.

Oft muss dann die Opferhilfe einspringen, wie Susanne Nielen von der Opferhilfe Bern kritisiert. Das sei fragwürdig und bedürfe der Änderung.

Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport kündigte Verbesserungen an. Es teilte der «Rundschau» in einer Stellungnahme mit: «Bundesrat Ueli Maurer hat den Rechtsdienst angewiesen zu prüfen, wie die Gesetzeslücke geschlossen werden kann.»

(sda)