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Berlusconi überzeugt
04. November 2011 15:42; Akt: 04.11.2011 16:14 Print
«Meine Mehrheit im Parlament steht»
In der Abgeordnetenkammer regt sich Widerstand gegen Berlusconi: Fünf Abgeordnete aus seinen Reihen traten zur Opposition über. Berlusconi selbst ist sich sicher im Amt bleiben zu können.
Berlusconis Karriere in Bildern.
Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat sich trotz offenkundig verlorener Parlamentsmehrheit zuversichtlich gezeigt, im Amt bleiben zu können. Seine Zeit an der Spitze der Regierung sei noch nicht vorbei, sagte Berlusconi am Freitag zum Abschluss des G20-Gipfels im französischen Cannes.
Bildstrecken Hier telefoniert der CavaliereAus Berlusconis MundeEs gebe niemanden, der Italien mit mehr Autorität im Ausland vertreten könne. Er kündigte an, die nächste Vertrauensabstimmung werde an die Etatkürzungen geknüpft, mit denen das hoch verschuldete Euroland sein hohes Defizit abbauen will.
Berlusconi verliert Mehrheit
Die italienische Opposition will gegen Premier Silvio Berlusconi einen Misstrauensantrag im Parlament einbringen. Unterschriften werden im Parlament gesammelt, um das Dokument mit dem Antrag einzureichen.
Angestossen haben den Antrag die grösste Oppositionskraft im Parlament, die Demokratische Partei PD, sowie die kleinere Partei «Italia dei Valori» des ehemaligen Mailänder Staatsanwalts Antonio di Pietro. Die beiden Parteien hoffen auch auf die Unterstützung jener fünf Parlamentarier, die sich diese Woche offiziell von Berlusconis Partei PdL abgewandt und ihre bisherige Fraktion verlassen haben.
Darauf hatte Berlusconi im Abgeordnetenhaus seine Mehrheit verloren. In der zweiten Kammer des Parlaments, dem Senat, hat die Regierungskoalition aus Berlusconis PdL und der Lega Nord noch eine Mehrheit.
Demo live am TV
Druck auf die Regierung will die Opposition auch via die Strasse aufbauen. Sie hat zu einem von der PD organisierten «Fest für die Demokratie» am Samstag in Rom aufgerufen. Erwartet werden nach Angaben der Opposition hunderttausende Menschen aus ganz Italien.
Die Kundgebung wird von Italiens Oppositionschef Pierluigi Bersani (PD) angeführt. Erwartet wird auch der sozialistische Herausforderer von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, François Hollande. Die Demonstration wird live im Fernsehen übertragen.
Die Polizei will die Grossdemonstration mit scharfen Sicherheitsvorkehrungen begleiten. Bei einer Grossdemonstration gegen die Finanzmärkte und gegen die Sparpolitik der Regierung Berlusconi war es vor drei Wochen zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen.
Anarchistengruppen hatten Bankfilialen, Geschäfte sowie Sicherheitskräfte angegriffen und Autos in Brand gesetzt. Dabei waren Schäden in Millionenhöhe entstanden.
(sda)



























