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«Wir lieben Silvio»
04. Februar 2010 12:50; Akt: 04.02.2010 13:23 Print
Berlusconi ist sehr beliebt – dank Photoshop
Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi liess in einem neuen Buch über sich die Bilder retuschieren. Dafür hätte er besser einen Profi engagiert. Den Italienern ist es gerade recht: Das Fehlerfinden entwickelt sich allmählich zum Volkssport.
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Eine haarige Sache
Das Buch sollte der «Ausdruck der unermesslichen Liebe» sein, die Italien für seinen Präsidenten Silvio Berlusconi empfindet – doch dieser Schuss ging nach hinten los. Die Erscheinung von «Wir lieben Silvio» hat nicht den positiven Anklang unter den Italienern gefunden, den Silvio Berlusconi sehr wahrscheinlich erwartet hatte. Im Gegenteil, das Buch sorgt eher für Gelächter.
Schuld daran ist der Fotograf Vacon Sartirani. Er entdeckte als Erster die vielen Pfuschereien, die die Bilder enthalten. Doch eigentlich wäre es jedem möglich gewesen, die Fehler zu erkennen – so schluderig ist die Photoshop-Arbeit.
Wer hält die «Blumen»?
Das Bild, das zurzeit auf Blogs die Runde macht, zeigt den Cavaliere auf einem Balkon über dem Mailänder Dom. Die Piazza ist voll – doch schaut man genauer hin, sind die gleichen Gesichter mehrmals auf dem Bild reproduziert. Ein lächelnder Berlusconi hat dabei einen Blumenstrauss in der Hand. Auch das ist falsch: Weder sind die farbigen Photoshop-Kleckse echte Blumen, noch scheint der 73-Jährige sie in der Hand zu halten. Die Fahnen mit der Aufschrift «Forza Italia» wurden ebenfalls nachträglich in das Originalbild hineinkopiert.
«Er wollte das so»
Berlusconi selbst gab das Buch bei Herausgeber Alberto Peruzzi in Auftrag. Dieser dürfte von den Negativmeldungen ziemlich enttäuscht sein, war es doch nicht seine Idee, die Bilder zu «bereichern» – der Auftrag kam von ganz oben: «Was soll ich sagen», erklärte er dem «Corriere della Sera», «ich hätte es 'au naturel' gelassen, aber er verlangte, dass man einige Änderungen in der Szene anbringt.»
Dass der Cavaliere eine Vorliebe für Retuschen hat, beweisen seine vielen Schönheitsoperationen. Wahrscheinlich macht es den Italienern nun genau aus diesem Grund so viel Spass, Fehler in «Wir lieben Silvio» zu finden.
(kle)


























