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Sex-Prozess
07. April 2011 13:07; Akt: 07.04.2011 13:22 Print
Die Probleme der Araber mit Bunga Bunga
Die Gerichtsverhandlung rund um Italiens Premier Berlusconi zieht Journalisten aus der ganzen Welt an. Diese müssen manchmal kulturell bedingte Fettnäpfchen umschiffen.
Ihre italienische Herkunft kam Barbara Serra zugute: Für die englische Ausgabe des arabischen Fernsehsender Al Jazeera wurde sie nach Mailand beordert, um über den Prozess gegen den italienischen Premierminister Silvio Berlusconi zu informieren. Wie hunderte weitere Berufskollegen stand die 36-jährige Journalistin vor dem Mailänder Justizpalast und hoffte auf Berichtenswertes rund um die Affäre Ruby. Laut der Anklageschrift hat Berlusconi bei sogenannten Bunga-Bunga-Partys mit der damals noch minderjährigen Karima al-Mahrug alias Ruby Sex gegen Bezahlung gehabt.
Barbara Serra, Journalistin bei Al Jazeera.
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Bunga Bunga bei Berlusconi
«Am schwierigsten ist es, den Arabern Bunga Bunga zu erklären», sagt Serra gegenüber der italienischen Tageszeitung «Corriere della Sera». Sie sei dabei bewusst nicht in die Details gegangen. Die Berichterstattung stosse aber bei den Zuschauern auf grosses Interesse: «Von einem journalistischen Standpunkt ist die Affäre Gold wert: Es geht um Geld, Macht und Sex – und alles passierte in Italien.» Wenn die Sache in Deutschland geschehen wäre, hätte sie nicht die gleiche Aufmerksamkeit erlangt, so Serra.
Die britische BBC macht sich derweil über Berlusconi lustig: In der Comedysendung «Harry & Paul» wurde ein Beitrag ausgestrahlt, in welchem der – optisch schlecht gedoubelte – italienische Premier seinen britischen Amtskollegen um ein Alibi für eines seiner Schäferstündchen bittet. Als Gegenleistung bot er jede Menge Klunker – und einen hohen Sieg des englischen Fussball-Nationalteams über die Squadra Azzurra.
(fum)



























