Botellón-Debatte

27. August 2008 23:05; Akt: 27.08.2008 21:44 Print

Zivilschutz-Einsatz an Zürcher Botellón in der KritikZivilschutz-Einsatz an Zürcher Botellón in der Kritik

von David Torcasso - Beim Botellón sollen wegen des erwarteten Ansturms 90 Zivilschützer zum Einsatz kommen. Dies erzürnt die Politiker.

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Die Rettungskräfte der Stadt Zürich stossen an diesem ­Wochenende an ihre Grenzen: Langstrassenfest, Dörflifest, Leichtathletik-Meeting, Theaterspektakel und verschie­dene Quartierfeste lassen die Stadt erbeben. Dazu kommt noch das grosse Massenbesäufnis am Freitag auf der Blatterwiese. Deshalb bietet der Stadtrat jetzt sogar Zivilschützer zur Betreuung der Rauschtrinker auf. «Wir haben 90 Zivilschutzpflichtige für eine Patientensammelstelle aufgeboten», bestätigt Fabian Hegi, Sprecher bei Schutz & Rettung, eine Meldung des «Blick». Das sei ein normaler Vorgang, weil man wegen den vielen Veranstaltungen am Wochenende mit mehr Patienten rechnen müsse. «Auch an der Street Parade kommen Zivilschützer zum Einsatz», sagt Hegi. Bei der Stapo hingegen gibts keine auswärtige Verstärkung: «Unsere Mitarbeiter werden aber stark gefordert», sagt Sprecher Marco Cortesi.

Die SVP der Stadt Zürich ist empört: «Solche Einsätze gehören nicht zur Aufgabe des Zivilschutzes», wettert SVP-Mann Mauro Tuena. Zudem sei der Einsatz eine Einladung, sich bis zum Vollrausch zu ­betrinken: «Die Teilnehmer können Gas geben. Sie werden ja ­sowieso ­betreut», so Tuena. Die SVP forderte am Mittwoch im Gemeinderat, vom Zivilschutzeinsatz abzulassen.