Ueli Maurer

28. November 2008 13:40; Akt: 28.11.2008 13:41 Print

«Frauen verursachen Aufwand und Kosten»«Frauen verursachen Aufwand und Kosten»

Ueli Maurer, fast schon gewählter Bundesrat, hat sich verbal immer wieder zum Fenster hinausgelehnt: Samuel Schmid sei «klinisch tot» oder Frauen und Umwelt verursachten nur «Aufwand und Kosten».

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Anfang Jahr sagte Maurer am Fernsehen, dass für die SVP Schmid «so gut wie klinisch tot» sei. Wenig später sagte er der «SonntagsZeitung», Schmid sei «moralisch ohnehin schon tot». Er sei ein «charakterloser, selbstsüchtiger Kleinkrämer».

Später verglich Maurer die beiden ungeliebten Bundesräte der SVP in der «Luzerner Zeitung» mit einem Blinddarm: «Wenn er zum Problem wird, muss man ihn entfernen, bevor er platzt.» Im «Tages-Anzeiger» sagte Maurer über Schmid: «Er ist unehrlich, lehrerhaft, und eigentlich bin ich froh, ist diese geheuchelte Zusammenarbeit fertig. Das war manchmal fast unerträglich – bis zum körperlichen Abgestossenwerden.»

Frauen und Umwelt

«Es ist schlecht, wenn Mütter arbeiten und sich der Staat um die Kinder sorgt», sagte Maurer dem «Sonntagsblick». Dass Mütter für die Kinderbetreuung Krippen nehmen, findet Maurer schlimm. «Das ist der Niedergang unserer Gesellschaft», glaubt er.

«Frauen und Umwelt verursachen nur Aufwand und Kosten», polterte Maurer an einem Wirtschaftspodium der SVP des Kantons Schwyz in Morschach, wie die «SonntagsZeitung» berichtete.

In einem Interview mit dem «Sonntagsblick» bezeichnete er die Klimaerwärmung als nicht sonderlich problematisch: «Die Leute haben es gern, wenn es ein bisschen wärmer ist.»

«Für Boden vergiesst man Blut»

Im Zusammenhang mit der Lex Koller sagte Maurer in einem Interview der «NZZ am Sonntag», den Schweizer Boden für ausländische Spekulanten freizugeben, komme für die SVP nicht in Frage: «Für Boden vergiesst man Blut».

In einem «Cash»-Interview meinte Ueli Maurer, der J-Stempel, der im Dritten Reich auf Drängen der Schweiz den Juden in den Pass gedrückt wurde, sei «auch als Schutz für die Betroffenen eingeführt worden». Diese Aussage bezeichnete Maurer allerdings später selbstkritisch als «peinlich».

Dass der fast gewählte Bundesrat Ueli Maurer kein Blatt vor den Mund nimmt, bezeichnet er selber als positiv: «Für mich ist es eher ein Akt der Höflichkeit, ungeschminkt zu argumentieren. So bleiben auch keine Verletzten zurück.»

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  • C. Mayor am 03.12.2008 15:54 Report Diesen Beitrag melden

    Frauen

    verursachen eher *weniger* Kosten als Männer. Mehr Männer sitzen ein in Gefängnissen, bauen Unfälle, werden invalid, ... kostet auch alles Steuergelder, von Männern UND Frauen bezahlt, notabene. Aber das versteht Maurer nicht.

  • Moby am 01.12.2008 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Erziehung

    Ich glaube einige hier im Blog wollen viel eher, dass ihre Kinder durch ihr Umfeld anstatt deren Eltern erzogen werden. Was dabei herauskommt, sehen wir täglich in den Medien.

  • Daniel Kauer am 01.12.2008 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    Fix und Foxi - Blocher - Maurer

    Super die Beurteilung von NR Andreas Gross-für mich ist Maurer tatsächlich nicht wählbar. In den Bundesrat gehören Persönlichkeiten und nicht Parteibonzen. Ich habe mich gefragt, ob Herr Herrlichberg ohne sein Geld auch so "beliebt" wäre? Siehe Konflikt zwischen Spuhler und Blocher - noch Fragen?