Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Schmid-Rücktritt
13. November 2008 13:15; Akt: 13.11.2008 15:38 Print
Wurde Bundesrat Schmid ein Opfer des Sommerlochs?
Das Ende eines langen Dramas, das die Grenze des Zumutbaren erreicht hat: So sieht der Soziologe Kurt Imhof den Rücktritt von Bundesrat Samuel Schmid.
Den Medien wirft er einen zunehmenden gleichgerichteten «Rudeljournalismus» vor. Im «Tagesgespräch» von Radio DRS ging der an der Uni Zürich lehrende Soziologieprofessor am Donnerstag mit den Medien hart ins Gericht. Neben der politischen Hatz habe gegen Schmid auch eine Medienhatz stattgefunden, eine «Sommerloch-Treibjagd», bei der alle Medien mitmachten. Mässigende Stimmen hätten kaum Platz gefunden.
Soziologieprofessor Kurt Imhof.(Bild: Keystone)
Dabei hätte es laut Imhof an anderen «Sommerloch-Themen» nicht gefehlt. Er erwähnte in diesem Zusammenhang etwa die sich abzeichnende Finanzkrise. Obwohl auch heute wichtigere Themen anstünden, werde sich der Medienfokus nun auf das Thema SVP-Zerrissenheit konzentrieren.
Auch wenn Schmid etwa im Fall Roland Nef Fehler gemacht habe: Er habe sich keiner platten Lüge schuldig gemacht. «Es war ein misslungenes Einstellungsverfahren, nicht mehr.» Vom Nachfolger Schmids im Militärdepartement erhofft sich Imhof, dieser möge eine breite sicherheitspolitische Diskussion lancieren, damit es wieder zu einem Konsens kommen könne.
(sda)



























