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Bundesrat Burkhalter
17. September 2009 12:06; Akt: 17.09.2009 14:37 Print
40 Seiten Pflichten und Vorzüge
von Nicole Steck/AP - Dienstwagen, Flugzeug, ein GA und eine Theaterloge: Das Leben als Bundesrat bringt für Didier Burkhalter einige Annehmlichkeiten mit sich. Auf ein Stück seiner Privatsphäre wird er aber künftig verzichten müssen – auch beim Tauchen.
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Das Leben eines Bundesrats ist mit einer Reihe von Pflichten und Vorzügen verbunden. Damit sich Didier Burkhalter mit diesen vertraut machen kann, hat ihm Bundeskanzlerin Corina Casanova am Donnerstag das Aide memoire überreicht. Dieses regelt neben amtlichen und repräsentativen Pflichten etwa auch Besuche im Berner Stadttheater.
Einen Tag nach seiner Wahl in den Bundesrat hatte Burkhalter einen Termin bei der Bundeskanzlerin. Diese überreichte ihm das rund 40-seitige Aide memoire, wie Thomas Abegglen, Sprecher der Bundeskanzlei, auf Anfrage sagte. Darin ist von den amtlichen Pflichten über Repräsentationsaufgaben und die Nummer des Bundessicherheitsdienstes bis zur Rentenregelung alles beschrieben. So steht, wer den Bundesrat bei Trauerfeiern vertritt oder wer für welche Gratulationen zuständig ist.
Das Aide memoire listet auch zahlreiche Vorteile für Bundesratsmitglieder auf. So erhalten Burkhalter und seine Frau ein 1.-Klasse-Generalabonnement der SBB. Zudem stehen dem neu gewählten Bundesrat ein Repräsentationswagen sowie ein persönliches Dienstfahrzeug zu. Während der Repräsentationswagen in der Regel vom Vorgänger übernommen wird, kann sich Burkhalter seinen Dienstwagen selber aussuchen. Die Preisgrenze liegt bei rund
Fliegen und Theater
Weiter steht dem Freisinnigen künftig die Flugzeugflotte des Bundes zur Verfügung. Daneben gibt es aber auch kleinere Annehmlichkeiten im Leben eines Bundesrats. So können Bundesratsmitglieder, die Bundeskanzlerin sowie alt Bundesräte gratis für zwei Personen einen Platz in einer Loge des Berner Stadttheaters reservieren. «Ich weiss nicht, wie häufig das gemacht wird», sagte Abegglen.
Was den zurückhaltenden Neuenburger weniger freuen wird, ist, dass er mit seinem neuen Amt auch ein Stück seiner Privatsphäre abgeben muss. Grundsätzlich müsse ein Bundesratsmitglied immer erreichbar sein, sagte Abegglen. Wenn jemand wisse, dass er etwa während eines Fluges eine gewisse Zeit nicht erreicht werden könne, müsse das angegeben werden. Der Sprecher der Bundeskanzlei fügte an, dass alt Bundesrätin Ruth Metzler in ihren Ferien jeweils sogar geplante Tauchgänge habe ankünden müssen, da sie von diesen in Notfällen nicht innert weniger Minuten habe auftauchen können.
Auch an Sicherheitsleute um ihn herum wird Burkhalter sich gewöhnen müssen. Eine erste Gelegenheit dazu hatte er bereits am (gestrigen) Wahltag, als er nach seiner Wahl vom Personenschutz begleitet wurde. Die zuständigen Leute seien ihm kurz vorgestellt worden, damit er wisse, an wen er sich wenden könne, sagte Abegglen.
Wohnung oder Hotel?
Bis zur Departementsvergabe am (morgigen) Freitag wird Burkhalter von der Bundeskanzlei betreut, danach wird ihm das neue Departement zur Seite stehen. Die Bundeskanzlei wird aber weiterhin für Fragen zum Aide memoire etwa in heiklen Steuerangelegenheiten zur Verfügung stehen. Burkhalter kann laut Abegglen zudem in eine bundeseigene Wohnung ziehen, wenn er das wünscht. Bundesrat Ueli Maurer habe davon Gebrauch gemacht, bis er eine eigene Wohnung gefunden habe. Andere Bundesräte wie etwa Bundespräsident Hans-Rudolf Merz bevorzugten ein Hotel.


























