Bundesratswahl

18. September 2009 15:08; Akt: 18.09.2009 15:23 Print

Tessiner FDP und CVP zoffen sichTessiner FDP und CVP zoffen sich

FDP-Präsident Fulvio Pelli hat die CVP dafür verantwortlich gemacht, dass bei den Bundesratswahlen kein Vertreter des Tessins zum Zug kam. Diese These kommt bei den Vertretern der Tessiner CVP nicht gut an.

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Laut Pelli sei durch den Angriff der CVP auf den FDP-Sitz die Frage nach der Vertretung der Minderheiten nebensächlich geworden.

Im Vordergrund habe die Frage gestanden, ob die FDP oder die CVP Anspruch auf zwei Sitze in der Landesregierung habe. Hätte die CVP auf eine Kampfkandidatur verzichtet, dann hätte sich die Debatte hingegen um den Anspruch der italienischen Schweiz gedreht, sagte Pelli am Donnerstagabend an einer FDP-Versammlung in Sementina.

Diese These kam bei den Vertretern der CVP nicht gut an. Pelli habe eine Gelegenheit zum Schweigen verpasst, schrieb die CVP am Freitag in einem Communiqué.

In der FDP werde gezankt, gepfuscht und gezaudert. Es sei an der Zeit, dass die wählerstärkste Partei im Tessin sich um das Wohl des Kantons kümmere, heisst es im Communiqué der CVP weiter.

CVP will Bundesrat aufstocken

Nebst der Schelte an die Adresse der FDP präsentierte die CVP am Freitag noch eine kantonale Initiative, in der die Bundesversammlung zu einer Verfassungsreform aufgefordert wird: Der Bundesrat soll von 7 auf 9 Mitglieder aufgestockt werden.

Ein Sitz soll dabei permanent von einem Vertreter der italienischen Schweiz besetzt sein. Durch zwei zusätzliche Mitglieder könnte die Landesregierung die ständig zunehmenden Aufgaben besser bewältigen, argumentiert die CVP.

Verschiedene Tessiner Politiker jeglicher Couleur hatten in den vergangenen Tagen bereits für eine Aufstockung des Bundesrates auf 9 Mitglieder plädiert.

(sda)