Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Bundesratswahl
24. Oktober 2011 22:57; Akt: 01.11.2011 15:06 Print
Keller-Sutter betont Bedeutung der Mitte
Die frischgebackene St. Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter überrascht mit neuen Tönen: CVP und BDP stünden ihrer FDP nahe. Eine Zusammenarbeit sei nötig.
-
Ständerat in St. Gallen: Quereinsteiger gegen politische Schwergewichte
-
Trotz Sitzgewinnen: Die Mitte bleibt allein nicht mehrheitsfähig
-
Doofe Wähler: Die besten Ausreden der Wahlverlierer
-
Politologe Golder: «Die SVP ist die eigentliche Verliererin»
-
Überraschung in St. Gallen: Keller-Sutter souverän gewählt – SVP verliert
Obwohl Karin Keller-Sutter bisher zum rechten Flügel der FDP zählte, kann sich eine Öffnung ihrer Partei zur Mitte hin vorstellen. Das sagt sie im Interview mit der «Aargauer Zeitung»: «CVP wie auch BDP sind uns nah.» Keller-Sutters Wort hat in der FDP Gewicht: Die Regierungsrätin wurde am Sonntag mit einem Spitzenergebnis in die kleine Kammer gewählt. Sie machte fast doppelt so viele Stimmen wie SVP-Präsident Toni Brunner.
Der stramme Rechtskurs des jetzigen FDP-Präsidenten Fulvio Pelli scheint damit nicht mehr sakrosankt. Keller-Sutter will vor allem bei der Verteidigung des bilateralen Wegs stark mit den neuen Kräften kooperieren. «Hier spielt die Mitte die zentrale Rolle», sagt Keller-Sutter. In der Krise müsse die Schweiz pragmatisch politisieren können: «Ideologie ist da fehl am Platz.»
Wiederwahl von Bundesrätin Widmer-Schlumpf
Als Beispiel nennt Keller-Sutter die Erweiterung des Steuerabkommens mit den USA: «Es nützt der Schweiz nichts, wenn schon im Voraus mit einem Staatsvertragsreferendum gedroht wird», sagt sie. Das ist eine klare Spitze gegen die SVP. Keller-Sutter will sich zu einer Wiederwahl von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf nicht äussern, schliesst diese aber auch nicht aus.
Eine Zusammenarbeit zwischen der FDP und den Mitteparteien CVP, BDP und Grünliberalen ist grundsätzlich durchaus denkbar: Ein Vergleich der Profile der vier Parteipräsidenten zeigt, dass die Übereinstimmung zwischen Fulvio Pelli, Hans Grunder, Christophe Darbellay und Martin Bäumle beträchtlich ist. Auch das Parlamentarier-Rating des Politgeografen Michael Hermann lässt eine Zusammenarbeit nicht unmöglich erscheinen.
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
-
Alle 11 Kommentare




























Konsens!
Bis jetzt konnte es sich die Schweiz leisten politisch auf der Stelle zu treten. Aber mit der kommenden Krise brauchen wir jetzt echte Lösungen. Links und Rechts sollen endlich mit diesem unsäglichen Theater aufhören. Für persönliche und parteipolitische Eitelkeiten ist jetzt definitiv kein Platz mehr. Wenn sich die Polparteien nicht endlich bewegen, saufen wir ab. SP, SVP, FDP, CVP oder was auch immer - es geht nicht um Parteien, es geht um die Schweiz! Macht endlich euren Job!
Herr
Frau Keller-Sutter enttäuscht mich masslos. Wegen ihrer geradlinigen Politik wurde sie von der St. Galler Bevölkerung gewählt und jetzt entpuppt sie sich als wankelmütig. Eine Mitte in der Politik gibt es nicht, da dies eine neutrale Linie wäre und das gibt es in der praktizierten Politik nicht. Man muss Stellung beziehen und diese liegt entweder links oder rechts, aber sicher nie in der Mitte! Mit dieser Aussage hintergeht Frau Keller das Stimmvolk. Es liegt auf der Hand , dass gerade wegen der unberechenbaren Politik der FdP massive Verluste für diese Partei entstanden sind. Wann findet unsere FdP endlich wieder zu einer verlässlichen Linie zurück?
Keller-Sutter rächt sich
Im Umkehrschluss heisst das wohl, dass Frau Keller-Sutter gegen die Konkordanz ist und keinen zweiten SVP- Bundesrat wählen will.