Deshalb fordert er am Dienstag an der Delegiertenversammlung einen «Ausdruckskodex» für die SVP. Dieser Knigge würde etwa die Forderung beinhalten, Desavouierungen von Gegnern zu vermeiden und alle politischen Ansichten zu respektieren.
«Mit Beleidigungen muss Schluss sein. Mörgeli muss seine Tonart ändern.» Dies sagte nicht ein Vertreter der Links- oder Mitteparteien, sondern SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner zur «SonntagsZeitung». Gegenüber 20 Minuten ergänzt der Unternehmer, selbst kein Freund der leisen Töne: «Das betrifft uns alle – auch mich selbst. Wir dürfen nicht zu grob sein, wir müssen anständiger werden.» Er glaube, dass Bundesrat Blocher auch wegen dem Stil seiner engsten Freunde abgewählt worden sei.
Deshalb erarbeitet der Fuhrmann aus dem Aargau derzeit einen Knigge, den er am Dienstag an der Fraktionssitzung vorstellen will. Der Ausdruckskodex beinhalte Forderungen wie etwa Desavouierungen von Gegnern zu vermeiden oder alle politischen Gesinnungen zu respektieren, sagt Giezendanner. «Wir müssen lernen zu akzeptieren, dass auch ein Grüner nur das Beste für die Schweiz will – wenn auch mit anderen Mitteln.»
Die Parteispitze wird an Giezendanners Forderung keine Freude haben: «Kein Kommentar», sagte gestern Chefstratege Christoph Mörgeli. SVP-Präsident Ueli Maurer war gestern nicht zu erreichen.
nm
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